16.06.2011 - 15:18

Über irdisches Unglück und den ewigen Rhythmus des Lebens "The Tree of Life"

Für sein jüngstes Werk erhielt Regisseur Terrence Malick die Goldene Palme beim Filmfestival in Cannes 2011. In "The Tree of Life" zeigt der Szenen einer Kindheit und Jugend in den 1950er-Jahren in einem texanischen Städtchen. Hier wachsen drei Brüder zwischen väterlicher Strenge und mütterlicher Güte heran. Die Familie zerbricht, als der mittlere Sohn im Vietnam-Krieg ums Leben kommt. Auch Jahrzehnte später grübelt der Älteste über seine Herkunft und den Sinn des Lebens.

Eingebettet ist diese spirituelle Suche in eine bildgewaltige, polyphone Reflexion, die das Einzelschicksal in einen umfassenden kosmologischen Gesamtzusammenhang einbindet, der vom Urknall bis zum Jüngsten Gericht reicht. Ein hypnotisch-elegischer, ebenso vermessener wie einzigartiger Versuch, die Sehnsucht nach Aussöhnung mit den Brüchen der individuellen Existenz in einen kosmisch-religiösen Rahmen einzupassen. - Sehenswert ab 14 Jahren