Kölner Dom
Kölner Dom

15.12.2019 - 10:00

Pontifikalamt am dritten Adventssonntag im Kölner Dom Seine Botschaft stößt an

Weihbischof Dominikus Schwaderlapp feierte am Gaudete-Sonntag das Pontifikalamt im Kölner Dom. Er thematisiert in seiner Predigt das Glaubens-, Lebens- und Blutzeugnis des Johannes des Täufers. 

Bist du der, der kommen soll, oder müssen wir auf einen andern warten?" Die Frage von Johannes dem Täufer ist die Frage der Menschen bis heute, meint der Kölner Weihbischof Dominikus Schwaderlapp im Kölner Dom.

"Glauben bedeutet, sich im Dunkeln an das erinnern, was man im Licht gesehen hat“, so ein Zitat von Kardinal Meisner. Natürlich würden immer wieder Zweifel im Leben auftauchen, meint der Weihbischof. Er empfiehlt sich in der Bedrängnis jedoch an Jesus zu wenden, wie es Johannes auch getan hat.

In den rasanten Zeiten sei die Versuchung groß, alles etwas weniger zu machen: Beten oder in den Gottesdienst zu gehen. "Das Gegenteil ist das, was wir tun sollten", meint Schwaderlapp. Johannes der Täufer gehe mit seinem Leben voran, er ist nicht nur ein Glaubens- sondern auch ein Lebenszeuge.

Woran hängt dein Herz?

Johannes habe sein Leben ganz unter die Botschaft des Messias gestellt. "Woran hängt unser Herz?", fragt der Weihbischof. Ist es Geld, der Beruf, Reisen oder die Gesundheit? Worüber definieren wir uns? 

Das Glaubens- und Lebenszeugnis von Johannes münde im Blutzeugnis. Johannes war der erste Märtyrer des neuen, der letzte des alten Testaments. Er sei kein Symphatieträger, erklärt Schwaderlapp, rufe Autoritäten entgegen, sei unbequem und anstößig.

Es gebe immer wieder Versuche, die anstößigen Seiten der Lehre Jesu beiseite zu lassen und angenehm zu machen. Weihbischof Schwaderlapp macht sich diesbezüglich Sorgen um den Synodalen Weg, denn die "unbequeme Seite" gehöre zur Kirche dazu. Die Dinge müssen angegangen werden, jedoch nicht so, wie es die Mehrheit der Menschen denkt und es sein sollte.

DOMRADIO.DE übertrug am dritten Adventssonntag das Pontifikalamt aus dem Kölner Dom mit Weihbischof Dominikus Schwaderlapp. Es sang das Vokalensemble Kölner Dom unter der Leitung von Eberhard Metternich. An der Orgel: Winfried Bönig.

(DR)