26.07.2016 - 17:00

Gottesdienst und Prozession in Paderborn Schlussfeier des Libori-Triduums

Mehrere tausend Gläubige im und rund um den Hohen Dom zu Paderborn haben am Dienstagnachmittag den Abschluss des Libori-Triduums mitgefeiert. Mit einem Gebet wurde der Opfer der Terroranschläge und Attentate der vergangenen Tage gedacht.

Nach der Festandacht mit Erzbischof Hans-Josef Becker und zahlreichen bischöflichen Gästen wurde der vergoldete Silberschrein mit den Reliquien des heiligen Liborius in einer Prozession um die Bischofskirche herum zurück in die Krypta der Bischofskirche getragen. Erzbischof Hans-Josef Becker und Weihbischof Dr. Dominicus Meier OSB segneten auf dem Weg der Prozession durch die dicht gedrängt stehende Menschenmenge zahlreiche Kinder und auch Erwachsene. Zu Beginn der Festandacht rief Erzbischof Becker zum Gebet für die Opfer der terroristischen Anschläge auf.

"Ich bitte Sie, liebe Schwestern und Brüder, dass wir heute die Opfer der Anschläge in unser Gebet einschließen, insbesondere die Opfer des heutigen Anschlags in Frankreich", sagte Erzbischof Hans-Josef Becker zu Beginn der Festandacht.  

Festliche Prozession

Nach dem sakramentalen Segen des Erzbischofs am Ende der Festandacht bildete sich die festliche Prozession, an der die bischöflichen Gäste aus der Weltkirche, das Metropolitankapitel, Priester, Diakone, Vertreter der Ordens-Christen und Laien teilnahmen. Mit dem Reliquienschrein zog die Prozession über den Marktplatz und den kleinen Domplatz durch die Gassen des "Libori-Pottmarkts" zur Krypta des Hohen Domes. Dabei segneten Erzbischof Hans-Josef Becker und Weihbischof Dr. Dominicus Meier OSB viele Kinder und auch Erwachsene. Auch Menschen mit einer Behinderung wurden während der Prozession von den Bischöfen gesegnet. Erzbischof Becker und Weihbischof Dominicus wechselten auch immer wieder einige Worte mit Menschen, die den Weg der Prozession säumten.  

Zu Beginn und am Schluss der Prozession erschallte, wie bereits bei der Reliquien-Erhebung am vorausgegangenen Samstag, der Libori-Tusch, gespielt von Bläsern des Bahnsozialwerk Blasorchesters unter der Leitung von Andreas Steins. Während der Prozession kam es immer wieder zu spontanem Applaus, als der Reliquienschrein und die Bischöfe vorbei zogen. Im Anschluss an die Prozession wurden die Reliquien des Bistumspatrons in der Krypta des Hohen Doms unter dem dortigen Altar beigesetzt.  

"Halbzeit" des Libori-Festes

Der feierliche Gottesdienst wurde musikalisch gestaltet von der Domkantorei und dem Domchor unter der Leitung von Domkapellmeister Thomas Berning und von Domorganist Tobias Aehlig an der Orgel des Hohen Doms.  

Der Abschluss des Triduums mit der Rückführung des Reliquienschreins des Bistumspatrons markiert die "Halbzeit" des Libori-Festes. Unter dem diesjährigen Leitwort des Libori-Festes "herzlich – herzhaft – barmherzig" werden noch bis Sonntag täglich Pontifikalämter im Hohen Dom gefeiert. Im Hochchor des Doms wird dann eine silberne Büste des heiligen Liborius aufgestellt sein, die ebenfalls Reliquien des Paderborner Dom-, Bistums- und Stadtpatrons enthält.