28.12.2008 - 09:20

Pontifikalamt im Kölner Dom Heiliger Silvester I.

domradio übertrug zum Jahresabschluss das Pontifikalamt aus dem Kölner Dom mit "Te Deum" und feierlichem Segen. Zelebrant und Prediger war der Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner. Es sangen der Kölner Domchor unter der Leitung von Eberhard Metternich und der Mädchenchor am Kölner Dom unter der Leitung von Oliver Sperling. An der Orgel spielte Winfried Bönig.

Silvester und Neujahr heißen der letzte und der erste Tag eines Jahres. Am 31. Dezember 335 starb Papst Silvester I., nach dem der Tag benannt ist. Der Jahresanfang wurde durch die Kalenderreform von Julius Cäsar 45 vor Christus vom 1. März auf den 1. Januar verlegt. Gleichzeitig wurde den einzelnen Monaten eine bestimmte Anzahl von Tagen zugeordnet und für jeweils vier Jahre ein sogenannter Schalttag eingefügt, um den Kalender mit dem Sonnenjahr in Einklang zu bringen. Der heutige Kalender geht im Wesentlichen auf diese Zeiteinteilung zurück, die ihrerseits auf Berechnungen der Ägypter und Babylonier beruht. Die durchschnittliche Dauer eines Jahres nach dem Julianischen Kalender war mehr als elf Minuten länger als das Sonnenjahr. Nach 128 Jahren betrug die Differenz zwischen Sonnen- und Kalenderjahr einen vollen Tag. Dieses Manko glich Papst Gregor XIII. aus, der auf Anregung von Nikolaus von Kues und Kopernikus den Kalender überarbeiten ließ. Wichtigste Änderung der 1582 verkündeten Gregorianischen Kalenderreform war die Neuordnung der Schalttage, die seitdem innerhalb von 400 Jahren drei Mal entfallen - nämlich jeweils zum vollen Jahrhundert, außer das Jahrhundert lässt sich durch 400 teilen. Erst allmählich setzte sich der Gregorianische Kalender auch in den nichtkatholischen Ländern durch. Lange Zeit galten in Europa noch fünf andere Daten und sieben verschiedene Möglichkeiten für die Festlegung des Neujahrsdatums. In anderen Religionen und Kulturkreisen gibt es noch heute weitere Termine für den Beginn eines Jahres. Die katholische Kirche feiert am 1. Januar das Hochfest der Gottesmutter Maria. 1967 erklärte Papst Paul VI. den Neujahrstag auch zum Weltfriedenstag. Die evangelische, orthodoxe und anglikanische Kirche begehen am ersten Tag des Jahres das Fest der Beschneidung und Namensgebung des Herrn. Die katholische Kirche hat dieses auch von ihr jahrhundertelang begangene Hochfest mit der Liturgiereform Ende der 60er Jahre abgeschafft.