Das palmgeschmückte Kreuz im Kölner Dom
Das palmgeschmückte Kreuz im Kölner Dom
Jesus reitet auf einem Esel in Jerusalem ein
Palmsonntag: Jesus reitet auf einem Esel in Jerusalem ein
Messdiener und Kardinal Woelki am Palmsonntag
Messdiener und Kardinal Woelki am Palmsonntag
Vokalensemble Kölner Dom
Vokalensemble Kölner Dom

14.04.2019 - 10:00

Pontifikalamt im Kölner Dom Palmsonntag

In seiner Predigt am Palmsonntag sprach Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki von den schweren Stunden, die Jesus in der Karwoche durchlitten hat. Er rief die Gläubigen auf, den Herrn in dieser Zeit nicht alleine zu lassen.

"Vielleicht können uns diese Tage ein wenig helfen mit dem Blick auf die Menschen, die damals Jesus begleitet haben", so Kardinal Woelki – vielleicht entdecken wir uns sogar in ihnen. Damit verbunden sei die Einladung zum Neubeginng, denn Jesus will, dass wir mit ihm leben.

DOMRADIO.DE übertrug am Palmsonntag das Pontifikalamt aus dem Kölner Dom mit Kardinal Woelki. Es sang das Vokalensemble Kölner Dom unter der Leitung von Eberhard Metternich. An der Orgel: Winfried Bönig

Der Palmsonntag ist das Tor zur Heiligen Woche, der Feier von Leiden, Tod und Auferstehung Jesu Christi. Dabei erschließt sich die Aussage der einzelnen Tage dieser Woche erst richtig, wenn wir sie im Zusammenhang sehen: vom Einzug Jesu in Jerusalem über die Feier des Abendmahls, den Verrat des Judas und die Verleugnung durch Petrus, die Gefangennahme und Verurteilung Jesu sowie seinen Kreuzestod und die Grabesruhe bis hin zur Feier der Auferstehung.

Der Palmsonntag erinnert an den Einzug Jesu in Jerusalem, von dem alle vier Evangelisten berichten. Den Hosannarufen der Menschen, die Jesu Einzug in die Heilige Stadt damals begleiteten, folgten bald schon die „crucifige“-Rufe („kreuzige ihn“) der Menge. 

Etwa seit dem Jahr 400 gab es in Jerusalem den Brauch, am Nachmittag des Palmsonntags in feierlicher Prozession mit dem Bischof vom Ölberg in die Stadt zu ziehen. Im Mittelalter übernahm die Kirche des Westens den Brauch als Palmprozession vor der Eucharistiefeier. Die während der Prozession getragenen, gesegneten Palmzweige werden auch heute noch mitgenommen und in den Wohnungen aufgesteckt.

Während in der Prozession mit geschmücktem Kreuz und dem Gesang von Lobliedern ein Bekenntnis zum Auferstandenen zum Ausdruck kommt, betonen die Lesungen des Tages stärker das Leiden und Sterben Jesu. In dieser Spannung von Leiden und Sterben einerseits und Auferstehung, Überwindung des Todes andererseits vollzieht sich das liturgische Geschehen dieser Woche. Der Hymnus aus dem Philipperbrief (2,6–11 – zweite Lesung) spricht hier vom Hinabsteigen Jesu bis zum Tod am Kreuz und dem Hinaufsteigen in die Herrlichkeit des Vaters.

Aus: Magnificat. Das Stundenbuch. April 2019

Der Gottesdienst begann um ca. 9.40 Uhr mit der Palmweihe in der Minoritenkirche und anschließen­der Prozession zum Dom. Die Übertragung begann mit dem liturgischen Einzug in den Dom.