02.09.2010 - 08:50

Ökumenischer Gottesdienst der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen - Live in Bild und Ton am Freitag ab 17 Uhr Tag der Schöpfung

Die Mitgliedskirchen der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) feiern am Freitag den ersten ökumenischen Tag der Schöpfung. Die zentrale Feier findet in der griechisch-orthodoxen Kirchengemeinde Hl. Johannes der Täufer zu Brühl statt.

Die Kirchen wollen mit dem Tag ein sichtbares Zeichen für einen sorgsamen Umgang mit der Schöpfung setzen und dazu ermutigen, konkrete Schritte zu ihrer Bewahrung einzuüben, hieß es vorab. Der ökumenische Umwelttag soll künftig jedes Jahr am ersten Freitag im September am wechselnden Orten begangen werden. Für die erste Feier wurde die griechisch-orthodoxe Gemeinde in Brühl ausgewählt, weil der Impuls für den ökumenischen Tag der Schöpfung aus der orthodoxen Kirche kam. Der ehemalige Ökumenische Patriarch von Konstantinopel, Dimitrios, hatte am 1. September 1989 dazu aufgerufen, einen Schöpfungstag zu begehen. Die Initiative wurde auch von der Europäischen Ökumenischen Versammlung unterstützt. Auch der Weltkirchenrat forderte seine knapp 350 Mitgliedskirchen mit 560 Millionen Gläubigen auf, eine besondere Zeit für die Schöpfung einzuräumen.

Die Festrede in Brühl hält der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft und braunschweigsche Landesbischof Friedrich Weber. Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen repräsentiert rund 50 Millionen Christen. Dem 1948 gegründeten Dachverband gehören 17 Kirchen an, darunter die römisch-katholische Kirche, die Evangelische Kirche in Deutschland, die alt-katholische Kirche, mehrere orthodoxe Kirche sowie evangelische Freikirchen.

Christliche Kirchen in aller Welt können laut Weltkirchenrat in der Zeit vom 1. September bis 4. Oktober einen eigenen Tag der Schöpfung bestimmen. Am Mittwoch hatte die 40 Tage dauernde Aktion "Zeit für die Schöpfung" begonnen. Die Kirchen wollen damit die Verantwortung der Menschen für die Erde, die Lebewesen und die Umwelt unterstreichen. Zum Auftakt forderte der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel, Bartholomäus, einen Kurswechsel der Wirtschaft hin zu einer nachhaltigen ökologischen Entwicklung.