01.01.2021 - 10:00

Heilige Messe im Kölner Dom Neujahr: Hochfest der Gottesmutter Maria

DOMRADIO.DE übertrug am Neujahrstag, dem Oktavtag von Weihnachten und Hochfest der Gottesmutter Maria, die Heilige Messe aus dem Kölner Dom mit Domvikar Jörg Stockem.

In seiner Predigt zum Hochfest der Gottesmutter Maria verwies Domvikar Jörg Stockem auf Maria als ein universelles Vorbild. Maria habe alles aus Liebe getan. Und auch Jesus sei es nie um reine Pflichterfüllung gegangen. Wenn wir indes versuchten so wie Maria alles mit und aus Liebe zu tun, werde das eigene Leben wertvoll, fasst Stockem zusammen.  

Am Oktavtag von Weihnachten, dem Beginn eines neuen Jahres, feiert die Kirche das Hochfest der Gottesmutter Maria. Das Fest entstand in Rom im siebenten Jahrhundert. Später feierte man den achten Tag nach Weihnachten (wobei man den 25.12. als ersten Tag mitzählt) als Tag der Beschneidung und zugleich Namensgebung Jesu, wie es im Lukasevangelium (2,21) heißt: „Als acht Tage vergangen waren und das Kind beschnitten werden sollte, erhielt das Kind den Namen Jesus.“ Erst bei der Liturgiereform von 1969 übernahm man wieder die ursprüngliche Bedeutung des Tages als Marienfest. Das Fest der Namensgebung Jesu wird am 3. Januar gefeiert. Maria hat der Welt den Urheber des Heils, Jesus Christus, geschenkt. In ihr verehren wir die Glaubende, an der wir uns ausrichten können in unserem Glauben. Als Urbild der Kirche ist Maria unsere Fürsprecherin bei Gott. Zugleich aber ist sie unsere Wegbegleiterin durch das neue Jahr.

1967 hat Papst Paul VI. den Neujahrstag zum Weltfriedenstag erklärt. Die Erfahrung vieler Kriege oder kriegerischer Auseinandersetzungen an manchen Orten der Erde macht deutlich, wie wichtig dieses Thema ist, und dass es deshalb auch zum Beginn eines neuen Jahres passt. Heute erinnert uns der Weltfriedenstag daran, dass der Friede in der Welt in uns selbst beginnen muss, wenn er gelingen soll. Dass wir zu Friedensboten werden in Wort und Tat, dabei mag Maria, die Königin des Friedens, uns helfend zur Seite stehen.

Aus: Magnificat. Das Stundenbuch. Januar 2021