Eucharistischer Kongress: So sehen Helfer aus
Eucharistischer Kongress: So sehen Helfer aus

06.06.2013 - 10:00

Katechese und Gottesdienst aus St. Heribert Schülertag beim Eucharistischen Kongress

"Gebt das Wenige, was ihr habt in Gottes Hände und es wird Vieles daraus", diesen Rat hat Erzbischof Joachim Kardinal Meisner Jugendlichen beim Eucharistischen Kongress mit auf ihren Weg gegeben.

Mit Erzählungen aus den Notzeiten des 20. Jahrhunderts versuchte der Erzbischof, rund 600 Schülerinnen und Schülern das Geheimnis der Eucharistie zu erklären. Er berichtete von den heimlichen Messfeiern verfolgter Katholiken in KZs und kommunistischen Umerziehungslagern. "Die Eucharistie ist das wertvollste, was Jesus uns hinterlassen hat", betonte Kardinal Meisner und erinnerte an seine Erfahrungen in der frühen Nachkriegszeit in der DDR. Damals sei er jeden Sonntag acht Kilometer zu Fuß zur Messe gegangen.

Der aus dem Griechischen stammende Begriff Eucharistie bedeutet Danksagung. Eine Eucharistiefeier erinnert an das letzte Abendmahl, das Jesus mit seinen Jüngern gehalten hat. Nach katholischer Überzeugung wird durch eine Wandlung von Brot und Wein Christus selbst in der Eucharistiefeier gegenwärtig.

Den Verstand "vom Kopf ins Herz" umleiten

Die Jugendlichen ermahnte Kardinal Meisner, zu beten, regelmäßig und pünktlich zur Messe zu kommen und alle drei Monate zu beichten. Beim Beten sollten sie den Verstand "vom Kopf ins Herz" umleiten. Der Erzbischof betonte, jugendliches Alter sei kein Freibrief für verantwortungsloses Verhalten auf Probe. Die überwiegend weiblichen Zuhörer der Katechese kamen aus den neunten Klassen von mehreren katholischen Schulen des Erzbistums Köln.

domradio.de übertrug die Katechese und die Messe mit dem Kardinal live in Bild und Ton aus St. Heribert in Köln-Deutz. Beim Schülertag am Donnerstag machten rund 6.300 Jungen und Mädchen mit. In vielen Kirchen Kölns hielten Bischöfe am Donnerstagvormittag parallel Katechesen und Gottesdienste mit Schülern ab. Erzbischof Robert Zollitsch war zum Beispiel in Kölns zweitgrößter Kirche St. Agnes und Bischof Stephan Ackermann in der Innenstadtkirche St. Aposteln.

"Herr, zu wem sollen wir gehen?" lautet das Motto des Eucharistischen Kongresses und die Schülerkatechesen waren überschrieben mit der Antwort "Zu dem, der uns in seiner Kirche versammelt".

Sternprozession mit Schülern

Nach der Messe fand eine Sternprozession zum Roncalliplatz vor dem Kölner Dom statt. Dort war eine große Bühne aufgebaut für ein buntes Programm mit viel Musik. Am Nachmittag sollte der Schulwettbewerb zum Abschluss kommen. Schüler aus allen deutschen Diözesen waren aufgerufen, die zentrale Stelle der Emmausgeschichte (Lk 24,13-35) gemeinsam aufzuarbeiten. Mehr als 150 Gruppen hatten sich um die Auslegung der Emmausperikope und ihre kreative Umsetzung in Musik, Literatur, Kunst und Medien bemüht. Die Preisverleihung nahm Joachim Kardinal Meisner vor. Anschliessend gab es für die Schüler eine Vesper mit Reisesegen im Kölner Dom.

Zum Eucharistischen Kongress in Köln haben sich etwa 40.000 Teilnehmer angemeldet, darunter 8.000 Dauergäste. Bis Sonntag rechnen die Organisatoren mit weiter steigenden Zahlen. 700 Helfer sind im Einsatz. Auf dem Programm stehen 800 Veranstaltungen, größtenteils in der Kölner Innenstadt. In 35 Kirchen gibt es 80 Katechesen, also eine Art Glaubensunterricht. Ein 7 Stationen umfassender Pilgerweg will den Blick auf den Glauben und das Kreuz lenken.

(dr, kna)