19.03.2012 - 15:00

Kardinal Meisner weiht Dominikus Schwaderlapp Köln hat einen neuen Weihbischof

Der frühere Kölner Generalvikar Dominikus Schwaderlapp ist am Sonntag zum Bischof geweiht worden. Er wird sich als Weihbischof um die knapp 800.000 Katholiken im Nordteil des Kölner Erzbistums kümmern. Die Weihezeremonie im Kölner Dom leitete Kardinal Joachim Meisner.

Der Kölner Erzbischof legte Schwaderlapp die Hände auf und überreichte ihm Bischofsstab, Mitra, Bischofsring und Brustkreuz als Zeichen des neuen Amtes. Unter den etwa 4.000 Gästen waren Bischöfe aus dem In- und Ausland. An dem Gottesdienst nahm auch Schwaderlapps Vorgänger Rainer Maria Woelki (55) teil, der nun als Erzbischof und Kardinal in Berlin wirkt.

Meisner betonte in seiner Predigt, ein Bischof müsse die Kirche würdig repräsentieren, in den Medien eine gute Figur machen und bewegend predigen. Wichtiger als das sei aber, dass in seinem Herzen die Sehnsucht Gottes nach dem Menschen und das Heimweh des Menschen nach Gott brenne. Zudem betonte der Kardinal die Verbundenheit eines Bischofs mit Rom. "Mit seiner inneren und äußeren Einheit mit dem Papst steht und fällt ein katholischer Bischof."

"Fröhlich, geduldig, beharrlich"
Schwaderlapp wurde am 4. Mai 1967 in Selters im Westerwald geboren. Nach der Priesterweihe 1993 arbeitete er drei Jahre als Kaplan in Neuss, bevor Meisner ihn 1996 zum Erzbischöflichen Kaplan und Geheimsekretär berief. 2004 wurde der promovierte Theologe Verwaltungschef der mitglieder- und finanzstärksten Diözese Deutschlands. In diesem Amt, das er acht Jahre lang ausübte, setzte Schwaderlapp maßgeblich das Konzept "Zukunft heute" um, mit dem die Erzdiözese auf die demografische Entwicklung reagierte und unpopuläre Sparmaßnahmen vornahm.

Der neue Weihbischof fühlt sich nach eigenen Worten geistlich dem Opus Dei verbunden, gehört dem Werk aber nicht an. Er wurde vom Papst auch zum Titularbischof des untergegangenen Bistums Frigento in Italien bestimmt. Sein Wappenspruch lautet "Gaudentes, Patientes, Instantes" und bedeutet "Fröhlich, geduldig, beharrlich". Er bezieht sich auf das Paulus-Wort: "Seid fröhlich in der Hoffnung, geduldig in der Bedrängnis, beharrlich im Gebet." Das Bischofswappen zeigt das Wappen des Erzbistums Köln. Zudem zitiert es das Wappen von Schwaderlapps Heimatstadt Ransbach-Baumbach; ein Krug symbolisiert das dortige Kannenbäckergewerbe.

Mit Schwaderlapp sowie Manfred Melzer und Heiner Koch hat das Erzbistum Köln wieder drei aktive Weihbischöfe. Daneben gehört der emeritierte Weihbischof Klaus Dick zur Erzdiözese. Schwaderlapps Pastoralbezirk Nord umfasst die Landeshauptstadt Düsseldorf sowie die Städte Wuppertal, Solingen, Remscheid, den Rhein-Kreis Neuss, den Kreis Mettmann und den Oberbergischen Kreis.

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