Prälat Gerd Bachner
Prälat Gerd Bachner

22.06.2012 - 12:11

Kapitelsamt im Kölner Dom mit drei Priesterjubiläen Hochfest Johannes des Täufers

domradio.de übertrug am Hochfest Johannes des Täufers aus dem Hohen Dom zu Köln das Kapitelsamt mit Domkapitular Gerd Bachner. Es predigte Erzbischof Joachim Kardinal Meisner. In der Messe wurde dreier Priesterjubiläen gedacht. Der ehemalige Domkapitular Norbert Trippen empfing vor 50 Jahren die Preisterweihe, Domkapitular Gerd Bachner vor 40 Jahren, Prälat Dr. Karl Jüsten vor 25 Jahren. Meisner dankte ihnen in seiner Predigt für die jahrzehntelange Treue.

Johannes der Täufer (Hebräisch: "Der Herr ist gnädig”), Sohn der schon betagten Eltern Zacharias und Elisabeth, erblickte etwa ein halbes Jahr vor Jesus das Licht der Welt. Die außergewöhnlichen Ereignisse vor und bei seiner Geburt lassen ihn als ein besonderes Geschenk Gottes, das vom Heiligen Geist erfüllt war, erkennen. Um das Jahr 28/29 folgte Johannes, damals etwa dreißig Jahre alt, einem Ruf Gottes, um dem Volk Israel eine Taufe zur Vergebung der Sünden und das Herannahen des messianischen Reiches zu verkünden. Er predigte in der Wüste, am Jordan und bei Jerusalem. Das Volk hing ihm an wegen seiner überzeugenden Wortgewalt und asketischer Lebensweise. Johannes hat Qumran und die Essener gekannt, aber nicht zu diesen Gemeinschaften gehört. Jesus ließ sich von Johannes taufen, dieser aber wies das Volk auf Jesus hin als auf den, der kommen soll und der würdiger sei als er. Aus dem Kreis der Johannes-Jünger gewann Jesus seine ersten Anhänger. Als Johannes den Ehebruch des Königs Herodes Antipas öffentlich anprangerte, ließ dieser ich gefangen setzen. Auf Betreiben der Herodias ließ der König dann Johannes enthaupten. Die Verehrung des Täufers, den Jesus den "Größten der von einer Frau Geborenen” genannt hat, geht bis in die Frühzeit der Kirche zurück. Mit seinem Festtag ist vielfältiges Brauchtum verbunden.
© Dr.theol. Manfred Becker-Huberti, Köln