17.06.2011 - 10:30

Kapitelsamt aus dem Kölner Dom Hochfest der heiligsten Dreifaltigkeit

domradio.de übertrug am Dreifaltigkeitssonntag das Kapitelsamt aus dem Kölner Dom. Es zelebrierte Domkapitular Hans-Josef Radermacher. Es sang die Domkantorei Köln unter der Leitung von Winfried Krane. Aufgrund technischer Probleme steht heute leider kein Audio- und Videomitschnitt zur Verfügung!

Das Hochfest der heiligsten Dreifaltigkeit feiert die Kirche am Sonntag nach Pfingsten. Es wurde erst im Hochmittelalter in das liturgische Jahr aufgenommen: Papst Johannes XXII. führte es im Exil von Avignon 1334 für die ganze Kirche ein.

Besonders dieses Fest lenkt den Blick auf das Grundgeheimnis des Christentums, der "Dreifaltigkeit Gottes". Die Dreifaltigkeit bzw. Dreieinigkeit Gottes bekennen Christen jedes Mal, wenn sie das nicaeno-konstantinopolitanische Glaubensbekenntnis (325/381 n. Chr.) sprechen. Es ist das Ergebnis einer kontrovers diskutierten langjährigen Debatte über das christliche Gottesbild im 2. bzw. 3. Jahrhundert und gilt als das einzig wirklich ökumenische Glaubensbekenntnis, d. h. das von allen christlichen Kirchen akzeptiert ist: "Wir glauben an den einen Gott, den Vater, den Allmächtigen, der alles geschaffen hat, ... Und an den einen Herrn Jesus Christus, Gottes eingeborenen Sohn, aus dem Vater geboren vor aller Zeit: Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrer Gott vom wahren Gott, gezeugt, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater; ....Wir glauben an den Heiligen Geist, der Herr ist und lebendig macht, der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht, der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird, der gesprochen hat durch die Propheten,...." (vgl. Gotteslob Nr. 356). Auch die Gebete im Gottesdienst sind trinitarisch - durch Christus im Heiligen Geist an den Vater gerichtet. Und wenn Christen das Kreuzzeichen machen, bekennen sie sich ebenso zum dreifaltigen Gott, indem sie sprechen: "Im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes. Amen."

Dieser "Gott in drei Personen" bleibt bei aller theologischer Auslegung ein tiefes Geheimnis, dem man sich nur mit ganzem Herzen gläubig und suchend nähern kann, weil ER, Gott, unergründlich und überaus groß ist.