03.06.2021 - 10:00

Pontifikalamt im Kölner Dom Hochfest des Leibes und Blutes Christi – Fronleichnam

DOMRADIO.DE übertrug am Hochfest des Leibes und Blutes Christi – Fronleichnam – das Pontifikalamt aus dem Kölner Dom mit Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki. Es sangen Sängerinnen des Mädchenchores am Kölner Dom und Herren des Kölner Domchores unter der Leitung von Eberhard Metternich, Gregor Loers, Oliver Sperling und Anna Goeke. An der Orgel spielte Winfried Bönig

Das Wort Fronleichnam setzt sich zusammen aus dem mittelhochdeutschen fron (= Herr) und lichnam (= Leib).

Das Hochfest des Leibes und des Blutes Christi entstand im Zuge eines Wandels der eucharistischen Frömmigkeit. Ursprünglich bestand diese ganz in der Mitfeier des Gottesdienstes und im Empfang des Leibes und Blutes des Herrn. Als dann für die neu bekehrten Völker die Liturgie in der lateinischen Sprache nicht mehr verständlich war, bildete sich eine zunehmende Distanz zwischen dem liturgischen Geschehen und den Gläubigen. Dazu kam eine immer strengere Bußdisziplin, die den Gläubigen das Bewusstsein vermittelte, als Sünder der Begegnung mit dem Herrn in seiner eucharistischen Gestalt nicht würdig zu sein. So wurde das ehrfurchtsvolle Schauen auf das Geschehen am Altar immer wichtiger. Das Brot bekam die Gestalt einer weißen Scheibe, die hoch erhoben wurde, damit sie für die Mitfeiernden auch von ferne sichtbar war.

Aufgrund einer Vision der Nonne Juliane von Lüttich im Jahre 1209 wurde von ihrem Bischof ein eigenes Fest zur Verehrung des im eucharistischen Brot gegenwärtigen Herrn eingeführt, das dann von Papst Urban IV. auf die ganze Kirche ausgedehnt wurde.

Heute stellt die Prozession, die traditionell an diesem Tag stattfindet, ein öffentliches Bekenntnis des Glaubens an die bleibende Gegenwart des Herrn in der Eucharistie dar.
Aus: TeDeum – Das Stundengebet im Alltag, Juni 2021, www.tedeum-beten.de