20.06.2008 - 17:39

Hochamt aus St. Katharina in Swisttal-Buschhoven - Predigt hier nachhören 12. Sonntag im Jahreskreis

domradio übertrug am 12. Sonntag im Jahreskreis das feierliche Hochamt mit Weihbischof Dr. Heiner Koch anlässlich des Maria-Rosenfestes in Swisttal-Buschhoven. Pfarrer und Dechant Pater Stanislaus Friede konzelebrierte. Die musikalische Gestaltung in der Gemeinde St. Katharina übernahm die Bläsergruppe unter der Leitung von Hans Bedorf.

„Fürchtet euch nicht" - das ist gewissermaßen die Überschrift dieses Sonntags. Die Lesungen machen uns zwar keine Illusionen: Wer sich allein nach Gott richtet und ihm mehr gehorcht als den Menschen, wird nicht nur Beifall finden. Gleichgültigkeit, Ablehnung oder gar offene Feindschaft sind den Glaubenden vorausgesagt. Aber genauso ist ihnen die Nähe und Fürsorge Gottes verheißen. WortgottesdienstErste LesungJeremia verkündet Unbequemes: Die Abkehr vom Herrn und die Einführung heidnischer Sitten werden schlimme Folgen haben. Dieses Verhalten führt dazu, dass das Volk in die Hände seiner Feinde fallen wird. Die Gescholtenen gehen massiv gegen den Propheten vor: Jeremia wird verfolgt, zeitweise in Haft genommen und misshandelt. Trotzdem kann er singen und den Herrn rühmen. Dazu ist nur fähig, wer die Nähe Gottes wirklich in seinem Leben spürt. Zweite LesungEin Evangelium in Kurzform legt uns Paulus heute vor. Mit und durch Jesus Christus kamen Gnade und Heil in die Welt. Damit sind Sünde und Tod überwunden. Die Gegenüberstellung von „Adam" und „Christus" drückt außerdem die Hoffnung aus, dass diese Zusage für alle Menschen gilt. EvangeliumDer Weg Jesu wird ihn ans Kreuz bringen. Und auch seinen Jüngern kündigt der Herr an, dass sie mit ihrem Bekenntnis auf Widerspruch treffen werden. Verfolgung und sogar Tod sind bis heute in manchen Gegenden der Welt das Schicksal von Christinnen und Christen. Die Sorge für das eigene Leben ist wichtig. Aber wir müssen uns auch nicht ängstlich an diesem irdischen Leben festklammern. Denn, so verheißt uns Jesus: Es gibt Wichtigeres - die Seele, das wirkliche Leben. In unseren Breiten werden Christen nicht verfolgt, Gefährdungen für die Seele gibt es aber auch hier. (Quelle: Messbuch 2008, Butzon & Bercker Verlag)