18.05.2008 - 09:30

Gottesdienste aus dem Kölner Dom und Mariä Himmelfahrt - Predigten hier nachhören Dreifaltigkeitssonntag

domradio übertrug am Dreifaltigkeitssonntag zwei Gottesdienste: das Kapitelsamt aus dem Kölner Dom mit Stadtdechant Prälat Johannes Bastgen und das Pontifikalamt aus St. Mariä Himmelfahrt mit Erzbischof Joachim Kardinal Meisner. Die Predigten finden Sie hier.

Kölner Domdomradio übertrug am Dreifaltigkeitssonntag das Kapitelsamt mit Domdechant Prälat Johannes Bastgen aus dem Kölner Dom. Der Mädchenchor am Kölner Dom sang unter der Leitung von Domkantor Oliver Sperling die Messe in A op. 126 von Josef Gabriel Rheinberger, die Orgel spielte Ulrich Brüggemann. St. Mariä Himmelfahrtdomradio übertrug am Dreifaltigkeitssonntag das Pontifikalamt mit Erzbischof Joachim Kardinal Meisner aus der Kölner Kirche St. Mariä Himmelfahrt. Der Erzbischof feierte das Hochamt anlässlich der Investiturfeier des Ordens vom Heiligen Grabe zu Jerusalem und deshalb zusammen mit den neu in den Orden aufgenommenen Rittern. Die musikalische Gestaltung hatten der Kölner Domchor und das Bläserensemble Dommusik unter der Gesamtleitung von Prof. Eberhard Metternich.  Die Orgel spielte Domorganist Prof. Winfried Bönig. DreifaltigkeitssonntagWer ist der Gott, an den wir glauben? Das könnte als Frage über dem Dreifaltigkeits-sonntag stehen. Der Gott, an den wir glauben, ist der dreifaltige Gott, antwortet das christliche Bekenntnis. Die Lesungen des heutigen Tages beleuchten das Geheimnis dieses Bekenntnisses von verschiedenen Seiten. Gott ist einer, und er ist in aller Dy-namik sich selbst treu, diese Einsicht steht hinter der Exodus-Lesung. Im zweiten Korintherbrief entfaltet sich die Glaubenserfahrung des einen Gottes, der sich selbst treu ist, zum Bekenntnis des Glaubens an Vater, Sohn und Geist. Dreifaltigkeitssonn-tag heißt nicht, über das Wesen Gottes abstrakt nachzudenken, sondern zu feiern, dass dieser eine Gott sich uns in vielfältiger Weise und schließlich im Gesicht Jesu von Nazaret zugewandt hat.WortgottesdienstErste LesungWer ist der Gott, an den wir glauben? Das Wesen Gottes besteht darin, sich in allem Wandel treu zu sein. Das erfährt Mose, als er Gott zum ersten Mal in dem Dornbusch begegnet, der brennt und doch nicht verbrennt. Jede neue Begegnung mit Gott ver-tieft und erweitert diese Erfahrung mit Gott. Jeder neue Vorübergang Gottes ist Gna-de, die mehr und mehr zur vertrauensvollen Hinwendung bewegt, die weitere Annä-herung ermöglicht. Hier erfährt Mose, dass Gott in seiner Langmut, seinem Reichtum an Huld und Treue mit sich selbst identisch ist. Mose öffnet sich dem Vorübergang Gottes und kann voller Vertrauen stellvertretend für das Volk um die mitgehende Ge-genwart Gottes und um Vergebung von Schuld und Sünde bitten. Er kann nun auch von sich aus um das Verhältnis bitten, das von Gott her schon lange besteht: Lass uns zur dir gehören! Zweite LesungMit der Gemeinde in Korinth verbindet Paulus eine wechselvolle Geschichte. Durch eine Gruppe von Paulusgegnern ist die Gemeinde aufgerieben worden. Ein Besuch des Apostels führt zu einem schweren, für Paulus demütigenden Zusammenstoß. Was geschehen ist, hinterlässt seine Spuren. Ärger bleibt, und Paulus' Geduld mit der widerspenstigen Gemeinde kommt an ihre Grenzen. Was geschehen ist, kann auch nicht einfach ungeschehen gemacht werden. Dennoch, oder gerade deswegen, stellt Paulus Vergangenheit und Zukunft unter den Segen des dreifaltigen Gottes. Durch die Kraft des Segens kann das Unmögliche möglich werden: Freude, gelasse-nes Miteinander, Einmütigkeit und Friede. Der dreifaltige Gott und seine verwandeln-de Kraft mögen auch unser Tun begleiten! EvangeliumWer ist der Gott, an den wir glauben? Im nächtlichen Gespräch mit Jesus erfährt der Pharisäer Nikodemus: Das Wesen Gottes ist Liebe, und aus Liebe zur Welt gab Gott sein eigenes Wesen, seinen eigenen Sohn, um die Welt zu retten, um Leben zu schenken. Alles, was wir tun müssen, ist, uns dieser Liebe glaubend anzuvertrauen. Gewiss: Wer sich dem Wesen Gottes, der Liebe, verschließt, verschließt sich dem Leben. Gott aber schließt niemanden von seiner Liebe aus. (Quelle: Messbuch 2008, Butzon & Bercker Verlag)