Fußwaschung an Gründonnerstag
Fußwaschung an Gründonnerstag

24.03.2016 - 20:00

Pontifikalamt aus dem Kölner Dom Feier vom Letzten Abendmahl

Der Erzbischof von Köln, Rainer Maria Kardinal Woelki, hat bei der Feier des Letzten Abendmahles dazu aufgerufen, Gottes Liebe weiterzutragen. "Jesu Liebe will in uns leuchten, um durch uns allen Hass und alle Ungerechtigkeit fortzulieben."

"Machen wir es deshalb wie er, machen wir sein Lebensgesetz und seine Liebe auch zum Gesetz unseres Lebens."

Jesus habe beim Letzten Abendmahl und bei der Fußwaschung sein Herz und das Gesetz seines Lebens offenbart", sagte Woelki: "Dieses Gesetz lautet: Für Euch." In Jesu Leben sei es um Hingabe bis in den Tod begangen - das zeige er den Gläubigen in der Eucharistie.

Eucharistie grundlegend und entscheidend

domradio.de übertrug am Gründonnerstagabend die Feier vom Letzten Abendmahl aus dem Kölner Dom. Woelki hob in seiner Predigt die Wichtigkeit der sonntäglichen Eucharistiefeier für den Glauben hervor. "Gottes Liebe macht uns zuallererst zu Menschen, die sich selbst und ihren Nächsten lieben, weil Gott uns liebt", so der Kölner Erzbischof. Deshalb sei die Feier der Eucharistie das Grundlegende, alles Entscheidende unseres Glaubens. "Denn sie lässt uns teilhaben an seiner Liebe, ohne die wir nicht sein können".

Die Zukunft als Kirche werde deshalb davon abhängen, wie es gelinge, gerade die sonntägliche Feier der Eucharistie in veränderten Zeiten stark zu machen, betonte Woelki.

Beginn des Österlichen Triduums

Mit der Feier vom Letzten Abendmahl beginnt das Österliche Triduum. Zum Gloria-Hymnus läuten die Glocken und die Orgel spielt ein letztes Mal, bevor sie bis zum Gloria der Osternacht schweigt und auch die Glocken bis dahin verstummen. Nach dem Evangelium wäscht der Erzbischof ausgewählten Leuten die Füße. Nach dem Schlussgebet wird das Allerheiligste Altarsakrament in die Sakramentskapelle des Domes übertragen. 

Die heiligen drei Tage sind in Wirklichkeit nur ein einziger Tag. Wir begehen in diesen Tagen das eine Mysterium der Erhöhung Jesu, sein Hinübergehen aus dieser Welt zum Vater. Das letzte Mahl Jesu mit seinen Jüngern, der Tod am Kreuz, die Auferstehung am dritten Tag, darin entfaltet sich die eine unfassbare Wahrheit: Gott hat die Menschen geliebt, und er liebt sie, auch wenn sie es nicht wissen und nicht wollen. Gott rettet die Menschen durch die Opferhingabe des ewigen, menschgewordenen Sohnes.

(mit Schott Messbuch)