18.02.2018 - 10:00

Pontifikalamt im Kölner Dom Erster Fastensonntag

DOMRADIO.DE übertrug am ersten Fastensonntag das Pontifikalamt aus dem Kölner Dom mit Weihbischof em. Manfred Melzer. Er trug den Hirtenbrief zur Fastenzeit des Kölner Erzbischofs Rainer Maria Kardinal Woelki mit dem Titel "Augen auf" vor.

Kardinal Woelki ruft im Hirtenbrief dazu auf, Christus an unsere Seite treten zu lassen. Außerdem lädt der Erzbischof in seinem diesjährigen Fastenhirtenbrief mit dem Titel "Augen auf" die Gläubigen des Erzbistums dazu ein, sich trotz der in diesem Jahr kalendarisch kurzen Spanne zwischen Weihnachten und Ostern genug Zeit für zentrale Fragen des Glaubens zu nehmen. Die 40 Tage der Fastenzeit seien eine "wichtige und bedeutsame Zeit", um sich "vom Gott der Gegenwart finden zu lassen" und sich den Herausforderungen der Zukunft zu stellen.

Ein Sinnbild für den Pastoralen Zukunftsweg, auf den sich das Erzbistum Köln begeben hat, findet der Erzbischof dabei im biblischen Bericht vom auferstandenen Christus, der den Jüngern auf dem Weg nach Emmaus begegnet: Christus geht auch in unserer Zeit an der Seite der Gläubigen seiner Kirche, die ihn vielleicht nicht immer direkt erkennen, wie die Emmaus-Jünger, denen erst spät "die Augen auf" gingen (Lk 24,31). Die Vorbereitungszeit auf Ostern hin sei deshalb vor allem dazu geschenkt, "auf unseren Wegen in besonderer Weise Platz zu machen, damit Christus an unsere Seite treten kann: um uns zu begleiten, uns zuzuhören, uns zu erinnern, uns das Brot zu brechen, uns die Augen zu öffnen, uns zukunftsfähig zu machen", so Woelki.

Im Pontifikalamt sang der Kölner Domchor unter der Leitung von Patrick Cellnik und Eberhard Metternich. Die Orgel spielte Winfried Böning.

"Fastenzeit" oder "Österliche Bußzeit", das sind die vierzig Tage der Vorbereitung auf Ostern, das Fest aller Feste. Wir werden an die vierzig Jahre erinnert, die Israel in der Wüste verbracht hat, zwischen Ägypten, dem Land der Knechtschaft, und dem verheißenen Land Kanaan. Und an die vierzig Tage, die Jesus in der Wüste gefastet hat. Wüste bedeutet Freiheit, aber auch Unsicherheit, Armut, Durst und Hunger. Alles Unwesentliche wird unwichtig, künstliche Lichter und falsche Ideale verblassen, je mehr wir uns in das Licht Christi stellen. Wir begreifen die Notwendigkeit, anders zu werden. Wir verstehen die Umkehr, die Rückkehr zu Gott als Geschenk seiner Gnade und zugleich als die große, wesentliche Arbeit unseres Lebens.

aus: Schott-Messbuch

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