Die Wallfahrtskirche "Maria, Königin des Friedens" im Velberter Ortsteil Neviges
Die Wallfahrtskirche "Maria, Königin des Friedens" im Velberter Ortsteil Neviges
Eine Kohlezeichnung der Wallfahrtskirche "Maria, Königin des Friedens", dem Nevigeser Wallfahrtsdom
Eine Kohlezeichnung der Wallfahrtskirche "Maria, Königin des Friedens", dem Nevigeser Wallfahrtsdom
Gnadenbild in Neviges
Gnadenbild in Neviges
Weihbischof Dominikus Schwaderlapp
Weihbischof Dominikus Schwaderlapp

01.05.2020 - 18:00

Rosenkranz und Eucharistiefeier in der Wallfahrtskirche Eröffnung der Marien-Wallfahrt Neviges

Weihbischof Dominikus Schwaderlapp hielt im Gottesdienst zum Wallfahrtsauftakt in Neviges statt einer klassischen Predigt eine Ansprache an die Gottesmutter Maria. Er bat sie, in den Menschen den Glauben zu stärken und ihre Gottes- und Nächstenliebe neu zu entfachen.

Schon seit 1681 werde Maria in Neviges verehrt und habe unzähligen Betern ihre Hilfe und ihren Beistand geschenkt – "Voll Vertrauen kommen deshalb auch wir heute Abend zu Dir", sagte Weihbischof Schwaderlapp. Er blickte auf den Glauben Marias, die dem Engel antwortete, "Mir geschehe, wie Du es gesagt hast!", als dieser ihr die Botschaft Gottes überbrachte.

Weiter stellte der Weihbischof fest, es gebe viel Dunkel in der Welt, aber auch viel Licht, und er wolle der Gottesmutter alle jene empfehlen, "die in dieser Krisenzeit anderen beistehen". Auch Maria als "Trösterin der Betrübten und Zuflucht der Sünder" bat der Weihbischof um Hilfe, "allen Schutt und Unrat, alles, was unsere Freude verdunkelt", in die Hände Jesu zu legen.

Schließlich dankte er Gott dafür, dass er Maria den Gläubigen als Fürsprecherin zur Seite gestellt habe.

DOMRADIO.DE übertrug den Rosenkranz und die Eucharistiefeier zur Eröffnung der Marienwallfahrt in Neviges mit Weihbischof Dominikus Schwaderlapp und dem kommissarischen Wallfahrtsleiter, Pastor Daniel Schilling. An der Orgel: Ursula Klose.

Auch in Neviges wird es nach derzeitiger Planung frühestens ab dem 9. Mai die ersten öffentlichen Gottesdienste geben. Die Feier zur Wallfahrtseröffnung am 1. Mai hat daher stattgefunden, ohne dass Gläubige in der Kirche versammelt sind.

Seit über 300 Jahren pilgern Menschen zum Gnadenbild der unbefleckten Empfängnis Mariens nach Neviges. Sie kommen aus den unterschiedlichsten Gründen, bitten um Hilfe, um Genesung oder danken der Gottesmutter. Sie kommen als Gruppe oder als Einzelpersonen, schließen sich einer Wallfahrt an, nehmen an den Pilgermessen teil oder planen und gestalten eigene Wallfahrten. Dies sind nur einige Wege, persönliche Anliegen nach Neviges zu bringen.

1968 wurde wegen steigender Pilgerzahlen eine neue, große Wallfahrtskirche gebaut. Seitdem ist Neviges auch das Ziel zahlreicher Architekturpilger aus aller Welt, die die zweitgrößte Kirche im Erzbistum Köln, erbaut von Gottfried Böhm, bestaunen wollen. Dabei ist nicht nur die besondere Architektur des Kirchenbaus sehenswert, sondern auch die ebenfalls von Böhm entworfenen Fenster.

Neben der Wallfahrtskirche bietet Neviges noch weitere Orte für Gebet, Meditation, Andacht oder Prozession: den Kreuzberg mit den Kreuzwegstationen, den Marienberg mit den Rosenkranzstationen und auch die alte Wallfahrtskirche St. Mariä Empfängnis ist ganztägig zur Besichtigung geöffnet.

Quelle: https://gemeinden.erzbistum-koeln.de/export/sites/gemeinden/maria-koenig...