Libori 2020 zu Ende gegangen

Ein Libori-Fest der anderen Art

Mit einer Festandacht und der Beisetzung der Reliquien des Patrons des Erzbistums Paderborn, des Hohen Domes und der Stadt Paderborn wurde am Dienstagnachmittag das Libori-Triduum abgeschlossen. 

Der Dom zu Paderborn / © Christoph Paul Hartmann (DR)
Der Dom zu Paderborn / © Christoph Paul Hartmann ( DR )

Nach der von Erzbischof Hans-Josef Becker geleiteten Sakramentsandacht in der Kathedralkirche des Erzbistums wurde der vergoldete Schrein mit den Reliquien des heiligen Liborius wieder zurück in die Krypta des Gotteshauses getragen und dort im Altar beigesetzt. Die Prozession mit den Reliquien konnte in diesem Jahr nur innerhalb des Domes stattfinden. Zuvor spendete Erzbischof Becker den sakramentalen Segen.

Mit Gesängen und Gebeten wurde das Allerheiligste, das in einer Monstranz auf dem Altar stand, in der Sakramentsandacht verehrt. Jesus wurde in einem Lesungstext aus dem Johannesevangelium als das „Brot des Lebens“ dargestellt, gemeinsam beteten die in der Kathedralkirche des Erzbistums Paderborn versammelten rund 130 Gläubigen die „Litanei von der Anbetung Jesu Christi“. Nach einem Gebet zum Gedenken an den heiligen Liborius, dem Gebet des „Vater unser“ sowie dem anschließenden Te Deum spendete Erzbischof Becker den sakramentalen Segen. Die Sakramentsandacht endete mit einer „Marianischen Antiphon“.

Prozession

Schließlich bildete sich am Ende der Festandacht die Prozession mit dem Reliquienschrein. Mit dem von den Schreinträgern getragenen Schrein zog die Prozession durch den Paderborner Dom zur Krypta des Hohen Domes. In „normalen Libori-Jahren“ führt die Prozession über den Marktplatz und den kleinen Domplatz durch die Gassen des „Libori-Pottmarkts“ zur Krypta. Dabei segnen Erzbischof Hans-Josef Becker und ein Weihbischof zahlreiche Kinder und Erwachsene – dies war unter Corona-Bedingungen nicht möglich.

Zu Beginn und am Schluss der Prozession durch den Paderborner Dom erschallte, wie bereits bei der Reliquien-Erhebung am vorausgegangenen Samstag, der Libori-Tusch, intoniert von einigen Bläsern des Bahnsozialwerk Blasorchesters unter der Leitung von Andreas Steins. Im Anschluss an die Prozession wurden die Reliquien des Bistumspatrons in der Krypta des Hohen Doms unter dem dortigen Altar beigesetzt.

Gebet zur Beisetzung

Nachdem Domkapitular Prälat Thomas Dornseifer den Ebenholzschrein mit den Reliquien aus dem vergoldeten Schrein herausgenommen und auf den Altar der Krypta gestellt hatte, betete er: „Du bittest jeden von uns, Liebe dorthin zu tragen, wo Arme erniedrigt werden, Versöhnung dorthin, wo Menschen voneinander getrennt sind. Wir bitten dich auf die Fürsprache des heiligen Liborius um deinen Beistand, dass der Frieden auf Erden sich immer weiter ausbreite und festige.“

Der feierliche Gottesdienst wurde musikalisch gestaltet von Sängern des Paderborner Domchores unter der Leitung von Domkapellmeister Thomas Berning und von Domorganist Tobias Aehlig an der Orgel des Hohen Doms.

Die Schlussandacht und die Beisetzung der Reliquien wurden in die Paderborner Innenstadtkirchen übertragen, durch den Live-Stream im Internet konnten weitere Menschen mit dabei sein.

(Erzbistum Paderborn/Thomas Throenle)


Der Hohe Dom zu Paderborn inmitten der Stadt / © flightpictures (shutterstock)
Der Hohe Dom zu Paderborn inmitten der Stadt / © flightpictures ( shutterstock )

Libori (Erzbistum Paderborn)

Erzbischof Hans-Josef Becker (DR)
Erzbischof Hans-Josef Becker / ( DR )