20.01.2012 - 08:45

Der Weg zum Gott-Glauben führt auch über den eigenen Umgang mit Schuld und Sünde Von wahrer Ehrlichkeit

Wichtiger als die Suche nach Sünde und Schuld anderer ist die Ehrlichkeit zu sich selber – für Dominik Schwaderlapp ist das eine wesentliche Botschaft aus der ersten Predigt Jesu. Als Beispiel nannte der Kölner Generalvikar den öffentlichen Umgang mit Bundespräsident Wulff und dem Kapitän des Kreuzfahrtschiffes Costa Concordia.

In beiden Fällen sei die Frage nach der Schuld scheinbar schnell entschieden gewesen, sagte Schwaderlapp in seiner Predigt im Kölner Dom am Dritten Sonntag im Jahreskreis (22.01.2012). Viel schwerer dagegen falle es "uns einzugestehen, dass wir Sünder sind". Aber genau darum gehe es, wenn Jesus sagt "Kehrt um": "Nein sagen, zu allem, was uns von Gott trennt."

"Kehrt um", betonte Schwaderlapp, sei einer der drei Kernpunkte von Jesu Predigt in Galiläa (Mk 1,14-20). Vorher komme "Das Reich Gottes ist nahe". Gott komme uns "körperlich und seelisch nahe", doch wir ließen diese Nähe häufig nicht zu. "Manchmal hätten wir ihn gerne weit weg. Lassen wir die Nähe Gottes zu."

Beim dritten Punkt "Glaubt an das Evangelium" gehe es um das Entscheidende: den Glaubensakt. "Hier geht es nicht darum, Mitglied der Kirche zu sein und Kirchensteuern zu zahlen." Entscheidend sei es, Ja zu sagen zu Jesus Christus und uns ganz in die Hände Gottes zu begeben.