25.01.2009 - 09:30

Der Kölner Generalvikar Schwaderlapp am Fest der Bekehrung des Apostels Paulus "Ein großer Heiliger"

Am Fest der Bekehrung Paulus hat Dominik Schwaderlapp, Generalvikar des Erzbistums Köln, in seiner <a onclick="javascript:WindowAudio('18300'); return false;" href="/comet/audio/18300.wma"> Predigt </a>an den Apostel als "großen Heiligen" erinnert. Paulus habe die Heiden-Mission begonnen. "Ohne sie wären wir hier in Europa heute keine Christen." Der erfolgreichste Missionar des Urchristentums sei nicht nur ein Held der vergangenen Tage.

"Er kann uns auch heute Wesentliches durch sein Leben und Handeln lehren." domradio.de übertrug am Sonntag das Kapitelsamt aus dem Kölner Dom live. WortgottesdienstDass das Reich Gottes nahe ist, bedeutet nicht, dass es einfach da wäre oder dass wir die Hände in den Schoß legen dürfen, weil es von selbst anbricht. Reich Gottes bedeutet vielmehr, dass uns die Welt in einem neuen Licht erscheint. Während sie sich nur um sich selbst zu drehen scheint, lernen wir zu sehen, dass es auf anderes ankommt. Trotzdem kommt das Reich Gottes in dieser Welt zur Welt und anders sehen heißt, es dort sehen zu lernen, wo es bereits anbricht.Erste LesungNachdem er feststellen musste, dass er Gottes Auftrag nicht ausweichen kann, folgt Jona seiner Berufung und droht Ninive Strafe an. Wie schwer ist es, Gott in einer stolzen, von Menschenhand erbauten Stadt Gehör zu verschaffen! Jona wird voller Angst und Zweifel gewesen sein. Aber sein Wort dringt durch bis in die Herzen der Menschen. Ach Herr, es ist so schwer im Dschungel der Hilfeschreie und Katastrophendrohungen echte von falschen Propheten zu unterscheiden. Wem soll ich folgen und auf wessen Rat hören? Schenke mir doch deinen Geist, dass ich klar erkenne, was mein Auftrag und meine Aufgabe ist. Zweite LesungPaulus beendet eine längere Ausführung über die christliche Eheführung mit einer grundsätzlichen Überlegung, die unser normales Weltverhalten über den Haufen wirft. Die Zeit - des Alltags - ist nicht mehr berechenbar, sie stürzt im Glauben in sich zusammen. Niemand soll sich noch vormachen, er habe einen Ehepartner,  über  den er verfügen oder der über ihn verfügen kann. Niemand kann sich jetzt noch seinen Emotionen, seinen Leiden und seinen Freuden, überlassen. Niemand wird jetzt noch etwas für sich erwerben, als hinge daran seine Seligkeit. Die Welt kommt an ihr Ende und erlangt dadurch neue Bedeutung: In Christus leben heißt, frei werden, von nichts Fremdem besessen sein. Christen und Christinnen sehen die Welt mit neuen Augen, verstehen mehr, jedenfalls anders, und verhalten sich anders. EvangeliumJohannes wird ins Gefängnis geworfen und Jesus sieht seine Zeit gekommen. Er weiß, was er zu tun hat. Johannes hat noch auf den hingewiesen, der nach ihm kommen soll. Jesus selbst verkündet die Nähe des Reiches Gottes. Was ist dieses Reich Gottes? Ist es gekommen oder steht es noch aus? Das ist schwer zu sagen, denn einerseits ist unsere Welt immer noch von unendlichem Leid gekennzeichnet. Andererseits folgen Jesus seit 2 000 Jahren Männer und Frauen nach, weil in ihm die Nähe Gottes erfahrbar geworden ist, wenn er Mahl gehalten hat, wenn er Sünden vergeben hat, wenn er gepredigt und das Wort Gottes verkündet hat.DUvor meiner zeitim gartensprossen die bäumebeladen mit fruchtihr werdetnicht gierennicht tötenim kreisen der sternegastliche händewirDIRzugetrautante omnia saeculaJosef Wohlmuth(Quelle: Messbuch 2009, Butzon & Bercker Verlag)