Katholischer Seelsorger in Kairo

Monsignore Joachim Schroedel

Auslandsseelsorger für die deutschsprachige katholische Gemeinde Kairo wurde Joachim Schroedel 1995. Zudem übernahm er die Leitung der Auslandsseelsorge für die Länder Syrien, Jordanien, Libanon, Sudan und Äthiopien mit circa 10.000 deutschsprachigen Katholiken.

Monsignore Joachim Schroedel / © privat (privat)
Monsignore Joachim Schroedel / © privat ( privat )

Joachim Schroedel ist in Mainz geboren, wuchs aber zunächst in Dresden in der damaligen DDR auf. 1965 konnte die Familie wieder nach Mainz übersiedeln. Er studierte Theologie, Orientalistik und Hebraistik. Prägend war für ihn besondere ein Studienaufenthalt in Jerusalem. Seitdem ist er dem Nahen Osten zutiefst verbunden. 1983 folgte die Priesterweihe im Mainzer Dom. 1998 wurde er von Schwester Maria Grabis, bekannt als „Mutter der Müllmenschen“, beauftragt, ihr Werk einer Kooperative in der Kairoer Müllsiedlung Moytamadeia weiter zu führen. Die Kooperative betreut Kopten und Muslime, die als Zabbalin (Müllsammler und -trenner) leben. 1999 wurde Schroedel Außerordentlicher Ökumenebeauftragter der Ägyptischen Bischofskonferenz. Als Ruhestandsgeistlicher ist er weiterhin in der Kairoer Markusgemeinde tätig, der 2.000 bis 5.000 römisch-katholische Christen und weitere circa 250.000 Katholiken anderer katholischer Riten angehören. Der im christlich-islamischen Dialog mit muslimischen Einrichtungen wie der Al-Azhar-Universität in Kairo engagierte Geistliche gründete 1996 das Oecumenische Institut Cairo (OEIC) und leitet es seitdem. Er organisiert Vorträge und Diskussionen zu interreligiösen Themen zusammen mit den verschiedenen Religionsgruppen. Sein Wunsch-Traum: Drei Monate in Indien leben und Buddhismus und Hinduismus tiefer kennen lernen.

 


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