Schwester Katharina
Schwester Katharina

05.12.2018 - 07:18

Schwester Katharina über geöffnete Adventsfenster Frischer Wind für Beziehungen

Im Advent werden täglich kleine Türchen geöffnet – dem Adventskalender sei Dank. Aber auch Fenster zu öffnen und frischen Wind reinzulassen, das findet Schwester Katharina eine sympathische Idee für die vorweihnachtliche Zeit.

Im Advent gibt es viele schöne Bräuche. Hier in Olpe gibt es den Brauch, das Adventsfenster zu öffnen. Am Mittwochabend sind wir vom Konvent San Damiano dran. Wir gestalten ein Fenster unserer Kapelle besonders adventlich und öffnen es um 18 Uhr, wenn die Gäste da sind. Wir singen Lieder, lesen ein oder zwei Geschichten und beten zusammen. Fürs Zusammenbleiben gibt es dann noch Tee und Punsch und ein bisschen Zeit. Papst Johannes XXIII. hat 1962 auf die Frage, wozu denn ein Konzil gut sein solle, geantwortet, indem er ein Fenster seines Büros weit geöffnet und gesagt hat: "Frischen Wind hereinlassen, dem Heiligen Geist eine neue Chance geben." Ich finde es eine sympathische Idee, füreinander Fenster zu öffnen und frischen Wind hereinzulassen, ob in unsere Beziehungen, in die Familie, am Arbeitsplatz, unter Freunden oder in der Gemeinde.

Informationen zu Schwester Katharina

Geboren in der Heiligenstadt, Eichsfeld, in der damaligen DDR und auch dort, im "Sperrgebiet" an der innerdeutschen Grenze aufgewachsen, bezeichnet sich Schwester Katharina Hartleib selbst als "gelernte DDR-Bürgerin". Die ausgebildete Krankenschwester trat 1981 in den Orden der Franziskanerinnen von der ewigen Anbetung Olpe ein – auch genannt: Olper Franziskanerinnen. Besonders gefällt ihr im Orden die Verbindung von sozialem Engagement und der gelebten und aktiven Anbetung. Nach mehreren Stationen in Königswinter, Köln und Bonn folgte im Jahr 2009 der Umzug in den neuen Konvent „San Damiano“, mitten in der Stadt, wo es um ur-franziskanisches Engagement geht: mitten unter den Menschen, ihre Sorgen und Nöte teilen, Kapelle zur Anbetung offenhalten, Bibel teilen, Gästezimmer für Menschen die ein Rasthaus für Leib und Seele suchen, soziales Engagement im "Mutter-Kind-Haus" Aline und bei der Ökumenischen Initiative "Warenkorb". In ihrer knappen Freizeit ist sie Fan der Fußball-Nationalmannschaft und des 1. FC Köln, hinzu kommen Chorsingen, Kochen und Backen, per Facebook mit vielen Menschen in Kontakt sein und Bergwandern.

(DR)