Stephan Baur
Stephan Baur

10.01.2021 - 18:00

Ne Engel wünsch ich Dir… Stephan Baur

Von „Bethlehem is üverall“ bis „irgendwo a Leesch“ – die Lieder von Stephan Baur, Theologe und Radiomacher, handeln von Licht und Schatten, von Geburt und Tod. Von den Rändern des Lebens. Und von dem, was dort an Hoffnung wohnt.

Mit einem Lied in der Hand. So habe ich Stephan Baur kennengelernt, so stand er in dem Sender vor mir, in dem ich damals arbeitete. Das kleine Lied hat später Karriere gemacht. Die  „Höhner“ haben„Bethlehem is üverall“, auf Hochdeutsch Betlehem ist überall, gekauft und in ihr Repertoire aufgenommen.

 Ein Weihnachtslied. Was kein Zufall ist: "denn zu Weihnachten bin ich öfter kreativ“, sagt Stephan Baur. „Weihnachten ist für mich letztlich die Hoffnung, dass das menschliche Leben auch in seinen dunklen Phasen von etwas Hellem, Warmen gehalten wird.“

Kölsch-katholischer Liedermacher

Heute hat Stephan Baur seine Gitarre in der Hand. Immer wieder in der Sendung singt der kölsche Liedermacher seine Lieder a capella.  Das Lied von Betlehem, das überall ist, gehört natürlich auch zu denen, die in der Sendung erklingen. Wenn "üverall" stimmt, dann stimmt auch jederzeit.  Also auch im Mai in einem Garten.

Die Verbindung von Stephan Baur und der kölschen Musikgruppe „Höhner“ reicht weit zurück. Damals hatten die „Höhner“ ihren Probenraum in der Kölner Pfarrgemeinde, zu der Stephan Baur gehörte. So bekam der 10jährige Trompetenunterricht von Peter Werner. Was Stephan Baur durchaus Spaß gemacht hat. Allerdings wollte der Junge auch singen. „Das ist mit Trompete so eine Sache, singen wollen“, lacht Stephan Baur. So kam also die Gitarre ins Spiel.

Von Joddes joodem Jeist 

Der Liedermacher Stephan Baur textet zu vielen Gelegenheiten, verschenkt seine Lieder gerne. Seine  Lieder entstehen dabei an den Rändern des Lebens. Als seine Kinder auf die Welt kommen. Oder sein Bruder elendig an ALS stirbt, einer Nervenerkrankung bei der nach und nach alle Muskeln im Körper gelähmt werden.

Dabei schreckt Stephan Baur  auch vor großen Texten nicht zurück. Z.B. hat er das berühmte Gedicht von Bonhoeffer „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ auf Kölsch adaptiert. „Natürlich habe ich Respekt vor dem Text gehabt. Aber ich freue mich auch über die positiven Reaktionen über die kölsche Variante.“

Wie alle diese Lieder klingen, warum der Theologe Stephan Baur nicht Pastoralreferent werden durfte und warum er am Ende der Sendung  „Ne Engel wünsch ich Dir“ singt – das hören Sie am Besten selbst.

(Erstausstrahlung am 05.05.2019)

Moderation: Angela Krumpen