Lux in Tenebris
Lux in Tenebris
Stadt- und Domdechant Msgr. Robert Kleine
Stadt- und Domdechant Msgr. Robert Kleine
Helge Burggrabe
Helge Burggrabe
Als digitale Projektion sind die Sängerinnen und Sänger der Domkantorei Köln anwesend
Als digitale Projektion sind die Sängerinnen und Sänger der Domkantorei Köln anwesend

10.05.2020 - 18:00

Dann fiel plötzlich Licht in die Trümmer Robert Kleine

Vor 75 Jahren ging der Zweite Weltkrieg zu Ende. Eigentlich sollte das Friedensoratorium LUX IN TENEBRIS zum Herzen von Großveranstaltungen werden. Uneigentlich musste Veranstalter Domdechant Robert Kleine alles absagen.

 

Tja, soviel eigentlich ist selten. Schließlich hatten wir diese Großveranstaltungen im und am Kölner Dom über zwei Jahre lang mit vielen Menschen zusammen vorbereitet:  mit dem Komponisten Helge Burggrabe, mit der Dommusik und allen anderen Gewerken am Kölner Dom, mit Lichtkunst und Lyrik, mit dem katholischen Bildungswerk und der Stadt Köln, mit Partnerstädten und dem Juristen und Journalisten Heribert Prantl. Plakate und Eintrittskarten, Public Viewing auf dem Roncalliplatz und, wie im Berliner Dom, Liveübertragungen an vielen Stellen in Deutschland.

Dann kam Corona. Und wie überall sonst auch, kam die Absage. Diese undankbare Aufgabe musste, Dom- und Stadtdechant Robert Kleine als Veranstalter übernehmen.

Schmerzliche Absage

„So viel Herzblut. Das hat nicht nur mich geschmerzt, sondern alle, die daran beteiligt waren“, sagt Robert Kleine knapp zwei Monate an dem Tag, der der Höhepunkt gewesen wäre, an dem die Aufführung im Dom, die Übertragung auf den Roncalliplatz, Streaming, Liveübertragungen und die Rede von Heribert Prantl stattgefunden hätten.

„Wir wollten unsere Botschaft von Dankbarkeit für so eine lange Friedenszeit und die Notwendigkeit, sich für Freiheit und Frieden einzusetzen in die ganze Welt bringen“, ergänzt Robert Kleine.

Dann fiel plötzlich Licht hinein

60-70 Millionen Menschen sind im Zweiten Weltkrieg gestorben oder ermordet worden. Die Nazidiktatur hat Leid und Not, Elend und Tod über die ganze Welt gebracht hatte, hat am Ende auch das eigene Land zerstört.

Auch Köln und den Dom hat es schwer getroffen: „Aber wir durch ein Wunder war das Gerippe des Domes stehengeblieben“ erzählt Robert Kleine: „Das war für die Kölner und nicht nur für die, ein starkes Zeichen der Hoffnung.“   Auf den schon fertigen Plakaten zum Friedensoratorium sah man die Trümmer im Dom. Auf die durch den zerstörten Hochchor die strahlende Maisonne fiel.

Mein Kreuz hat keine Haken

Warum Robert Kleine engagiert gegen rechtsextreme Positionen twittert oder anderswie Stellung bezieht, warum niemand von uns nur der gute Abel ist wir für die Kain-Anteile in uns Verantwortung übernehmen müssen und warum wir uns auf den 8. Mai 2021 freuen können – das hören Sie alles in dieser Sendung Menschen.

Moderation: Angela Krumpen
(ak)