Dom St. Martin in Rottenburg
Dom St. Martin in Rottenburg

22.04.2018 - 10:00

Eröffnung der Renovabis-Pfingstaktion "Selbst zu Brücken der Hoffnung werden"

Zur Eröffnung der diesjährigen Renovabis-Pfingstaktion aus dem Dom Sankt Martin in Rottenburg rief Bischof Gebhard Fürst in seiner Predigt dazu auf, in Europa "neue Brücken zu bauen, die auch in Krisen standhalten".

Musikalisch wurde das Pontifikalamt von den Rottenburger Domsingknaben begleitet sowie von der slowakischen Band "F 6", deren Mitglieder großenteils zur Volksgruppe der Roma gehören. Übertragen wurde der Gottesdienst am vierten Sonntag der Osterzeit von DOMRADIO.DE.

Gemeinwohl Europas im Blick

In seiner Predigt betonte Bischof Gebhard Fürst, dass es unabdinglich sei, über Abgründe zu schreiten und Menschen miteinander zu verbinden. "Wenn wir uns gegenseitig Vertrauen schenken, Fremdheit und Einsamkeit überwinden, dann werden wir selbst zu Brücken der Hoffnung."

Damit ging der der Rottenburger Bischof auf das Leitwort der diesjährigen Renovabis-Pfingstaktion ein, denn "miteinander. versöhnt. leben. Gemeinsam für ein solidarisches Europa!" sei die bleibende Aufgabe für uns Christen. In der Pfingstaktion, der Kampagnenzeit vor Pfingsten, stellt Renovabis seine Arbeit vor. Am Pfingstsonntag ist die Kollekte für die Arbeit von Renovabis bestimmt.

Fürst lobte das Engagement des Hilfswerkes, das seit 25 Jahren einen wichtigen Beitrag zur Verständigung der Menschen, zur Sicherung des Friedens und zum Gemeinwohl Europas leiste. Gerade in unserer heutigen Zeit, in der Spannungen, Krisen, Kriege, Abschottung, ein wachsender Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit so präsent wie lange nicht mehr zu spüren seien, "müssen wir neu nach unseren Werten fragen, nach unserem Fundament, nach den christlichen Wurzeln aus denen Europa gewachsen und zusammengewachsen ist."

Vielfältige Aktionen

Im Verlauf der Kampagne ist das Hilfswerk in vielen Diözesen mit Projektpartnerinnen und -partnern aus Osteuropa zu Gast. Dabei finden unterschiedliche Veranstaltungen statt – unter anderen Konzerte, Kinoabende, Pilgerwege oder Podiumsdiskussionen. Überdies gibt es weitere Aktionen – größere und kleinere Veranstaltungen von Menschen, die sich für das Hilfswerk und für Osteuropa einsetzen.

Unterstützt werden kirchlich-pastorale Projekte, soziale Aufgaben, Bildungsprojekte und weitere Projekte in 29 Ländern. In den letzten 24 Jahren half Renovabis in 29 Staaten im Osten Europas bei der Verwirklichung von rund 22.600 Projekten mit einem Gesamtvolumen von gut 697 Millionen Euro (Stand Februar 2017). Zudem gilt die Arbeit der Ausweitung des Dialogs zwischen West und Ost und der Werbung um mehr Solidarität mit Menschen im Osten Europas durch Öffentlichkeits-, Bildungs- und Informationsarbeit. Dazu gehören die jährliche Pfingstaktion, der Internationale Kongress und Treffen von ehrenamtlich Engagierten.

Gründung durch katholische Laien

Gegründet wurde Renovabis im März 1993 von der Deutschen Bischofskonferenz auf Anregung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken. Die Solidaritätsaktion der deutschen Katholiken mit den Menschen in Mittel- und Osteuropa ist damit das jüngste der sechs weltkirchlichen katholischen Hilfswerke in Deutschland: Misereor, Adveniat, Renovabis, Missio, Caritas International, Kinderrmissionswerk "Die Sternsinger".

Der Name stammt aus Psalm 104,30: "Sendest du deinen Geist aus, so werden sie alle erschaffen,und du erneuerst das Antlitz der Erde." Emitte Spiritum tuum, et creabuntur, et renovabis faciem terrae.

Quelle: www.renovabis.de

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