Fata Morgana
Fata Morgana

31.07.2016 - 08:50

Wenn Luftspiegelungen die Phantasie beflügeln Fata Morgana

Was ist das denn? Eine Siedlung? Mitten in der Wüste? An besonders heißen Sommertagen kann es zu Luftspiegelungen kommen, die die Phantasie beflügeln: Eine 'Fata Morgana'. Aber woher hat sie eigentlich ihren Namen?

Wer eine 'Fata Morgana' erblickt, dem schlagen oft Luftspiegelungen ein Schnippchen:
Besonders wenn es sehr heiß ist kann es passieren, dass untere Luftschichten von der Sonne stark aufgeheizt werden. Dabei dehnen sie sich aus, denn die heiße Luft wird "dünner". Die Luftschichten darüber hingegen sind kühler oder „dichter“ und wirken wie eine Art Spiegel, der dann das Bild von weit entfernten Objekten zeigt.
Eine Fata Morgana kann so ziemlich alles sein: Es spiegeln sich Autos auf heißem Asphalt, Straßenschilder oder auch Bäume. Diese gespiegelten Objekte beflügeln dann unsere Phantasie und wir sehen Dinge, die eigentlich gar nicht da sind.

Die geheimnisvolle Frau

'Fata Morgana', diese Bezeichnung will sich so gar nicht von bekannten Worten herleiten lassen. Hinter ihr steckt eine geheimnisvolle Frau: Ihre Herkunft ist italienisch, ursprünglich kommt sie aber von 'Fee Morgana', einer Sagengestalt in arabischen Märchen und in der Dichtung.
Laut Sage bewohnte 'Fee Morgana' die mystische und für Sterbliche unerreichbare Insel Avalon, die aus dem Sagenkreis um König Arthur bekannt ist. Oft wird sie als Heilerin dargestellt und auch als auch als jemand, der sich in unterschiedliche Gestalten verwandeln konnte.

Als dann später in Italien, an der Meerenge zwischen Kalabrien auf dem italienischen Festland und der Insel Sizilien, den Menschen eine nicht vorhandene Insel erschien, nannten sie diese 'Fata Morgana'.

Schicksalsgöttin Koralle

Der italienische Ausdruck 'fata' bedeutet übersetzt so etwas wie „Schicksalsgöttin“, einer Nebenform vom lateinischen 'fatum', was soviel wie „Götterspruch“, „Schicksal“ oder „Bestimmung“ bedeutet. Der Name Morgana hingegen leitet sich vom arabischen Wort 'margān' ab, was übersetzt soviel wie „Koralle“ bedeutet.

Die Verwendung von Fata Morgana als atmosphärisches Phänomen wird erstmals um 1800 nachgewiesen.