29.07.2017 - 08:00

Was machen die da? Gipfelkreuze

Wenn man in den Bergen das Gipfelkreuz erreicht hat, weiß man: Geschafft! Und zack wird es auch fotografiert. Fragt sich nur: Was machen die Gipfelkreuze eigentlich da?

Zunächst denkt man: "Klar die stehen da als Hinweis auf Gott".

Die Kreuze sind dann aber doch mehr im "Weltlichen" verankert, als man annehmen könnte.

Insgesamt kann man sagen: Die Erscheinung "Gipfelkreuz" hat eine wechselhafte Geschichte. Mal dienten sie der Gottesverehrung, mal dem Schutz, mal Machtansprüchen und mal der Vermessung ...

Vielzahl an Bedeutungen durch die Jahrhunderte

Im späten 13. Jahrhundert wurden die ersten Gipfelkreuze errichtet. In den katholisch geprägten Regionen der Alpen. Mit ihnen wurde und wird Gott und dessen Schöpfung verehrt oder sie sollten dazu dienen, vor Unwettern zu schützen. Es waren zu Beginn aber eher vereinzelte Gipfel-Kreuze.

Im 16. Jahrhundert wurden sie dann genutzt, um damit Alm- und Gemeindegrenzen zu kennzeichnen.

Hinzukamen im 17. Jahrhundert, während des 30-jährigen Krieges, Gedenkkreuze für Gefallene. Dies wiederholte sich nach dem zweiten Weltkrieg.

Im 19. Jahrhundert wurden die Gipfel-Kreuze dann sogar zu Instrumenten der Wissenschaft: man stattete sie mit Blitzableitern und wissenschaftlichen Messinstrumenten aus.

Andacht und/oder Trophäe

Ob das Gipfelkreuz auf dem Foto heute nur Trophäe ist oder auch der religiösen Andacht dient, das entscheidet schlussendlich jeder Wanderer für sich.

Moderation: Babette Braun