26.06.2010 - 17:27

Manche Brautpaare planen ihre Hochzeit, als gelte es, eine Weltmeisterschaft zu organisieren Heiraten als Event

Seit einigen Jahren wird wieder fleißig geheiratet und bisweilen geraten die Feste mehr und mehr zu pompösen, minuziös durchgeplanten Spektakeln. Nach dem formvollendeten Heiratsantrag am Gardasee beginnt eine Tour durch Brautkleid- und Juweliergeschäfte, Druckereibetriebe, Feier-"Locations", Standesämter und natürlich Kirchen. Probe-Essen, Probe-Makeup, Probe-Frisur, Tanzkurs, Junggesell(inn)enabschied und Polterparty stehen im Terminkalender.

Hochzeitskutsche, Hochzeitstauben-Service und Zaubershow sind für professionelle Wedding-Planer die leichteste Übung. Heiraten im Fesselballon, im Elefanten-Gehege oder auf der Berghütte - alles nichts Besonderes mehr. Die Trauzeugen beginnen ein halbes Jahr vor dem Fest, die Gäste mit Massenmails zur Teilnahme an Sketchen, Liedvorführungen und lustigen Spielchen zu animieren. Warum gibt es diesen Trend zur perfekt durchgestylten Hochzeit? Wie gelingt Heiraten ohne Organisations- und Perfektionswahn? Welche alternativen Ideen zur Festgestaltung gibt es?