11.02.2011 - 10:11

Joachim Geil schreibt über einen traumatisierten Soldaten "Heimaturlaub"

Deutschland im Sommer 1944: der Soldat Dieter Thomas kommt für eine Woche auf Heimaturlaub in die pfälzische Heimat. Er erlebt eine scheinbare Idylle, die mörderischen Fronten des Krieges wirken fern. Doch die Idylle bekommt Risse, denn Dieter wird von einer Erinnerung aus dem russischen Winter heimgesucht. Joachim Geil hat einen bedrückenden Roman über einen jungen Soldaten geschrieben, der vom Krieg gezeichnet ist und sich in der Heimat fremd fühlt. Der Autor erkundet die verschwiegenen und unterdrückten Gefühle eines Menschen im Krieg. Er schildert die bodenlosen Ängste und inneren Konflikte, die sich keinen Weg bahnen dürfen. "Heimaturlaub" lässt niemanden unberührt - ein Roman über das persönliche Trauma Krieg.

Im domradio Autoreninterview erzählt Joachim Geil, wie er auf dieses Thema gekommen ist. Er beantwortet die Frage, was der zweite Weltkrieg noch mit uns zu tun hat und was einen 1970 geborenen Schriftsteller dazu bringt, über einen jungen Soldaten im Russlandfeldzug und vom deutschen Sommer in der Provinz 1944 zu schreiben.