In Wittenberg erinnert ein Denkmal an den Kirchenreformator Martin Luther
In Wittenberg erinnert ein Denkmal an den Kirchenreformator Martin Luther

17.04.2019 - 09:20

Reformator Martin Luther wird vogelfrei erklärt Luther und der Reichstag zu Worms

Der 17. April 1521 steht im engen Zusammenhang mit dem 31. Oktober 1517. An diesem Tag hatte Martin Luther in seinen 95 Thesen über einen Verfall in der Kirche geklagt und dabei vor allem die Praxis des Ablasshandels kritisiert. Das ist der Anfang des Streits, der Luther am 17. April 1521 vor den Reichstag zu Worm führt …

Den Bruch mit Papst und Kirche vollzieht der Theologieprofessor und Augustinermönch seinerseits schon am 10. Dezember 1520.

Feuer gegen Feuer

Er beantwortet Verbrennungen seiner Bücher durch die katholische Kirche mit der Verbrennung einer päpstlichen Bulle. Schriften der Scholastik und des kanonischen Rechts lässt er auch ins Feuer wandern.

Daraufhin wird Luther  am 3. Januar 1521 mit der Bannbulle exkommuniziert.

Auftritt vor Reichstag zu Worms am 17. April

Kurfürst Friedrich dem Weisen und seinen zähen Verhandlungen ist es zu verdanken, dass Luther sich beim nächsten Reichstag nochmals verteidigen darf.

Auf dem Reichstag zu Worms stand Martin Luther  am 17. April 1521 dann dem Herrscher Kaiser Karl V. gegenüber.

Luther gegen den Kaiser

Luther bekannte sich vor Kaiser und Reich zu seinen Schriften und weigerte sich zu widerrufen.

Die Folge: Das Wormser Edikt. Es bestätigte den kirchlichen Bann, welcher bereits drei Monate zuvor am 13. Januar gegen Luther ausgesprochen worden war.

Inhalt des Banns

Das Wormser Edikt verbietet unter Berufung auf die Bannbulle des Papstes im gesamten Reich, Luther zu unterstützen oder zu beherbergen, seine Schriften zu lesen oder zu drucken, und gebietet, ihn festzusetzen.