30.11.2018 - 09:20

Einer der ersten Apostel und Zeuge der christlichen Anfänge Apostel Andreas

Eine Bauernregel besagt: Wenn das Wetter in der Nacht des 30. November eisig und schneereich ist, muss sich der Landwirt Sorgen um die Ernte machen. Heute ist Andreastag und wir gedenken dem Apostel Andreas, der an einem 30. November gestorben sein soll.

Fragender Apostel

Andreas und sein Bruder Simon werden laut der Bibel die ersten Apostel und begleiten Jesus in den nächsten Jahren gemeinsam bei allen öffentlichen Auftritten. Andreas ist es auch, der sich um die Speisung der 5.000 sorgt, als Jesus auf einem Berg bei Tiberias eine Predigt hält.

"Es ist ein Knabe hier, der hat fünf Gerstenbrote und zwei Fische; aber was ist das für so viele?"

Andreas gehört neben Petrus, Jakobus und Johannes zu den vier Jüngern, die in den nachdenklichen Momenten an der Seite von Jesus bleiben. Er hört ihn über das Ende der Welt reden, als sie gemeinsam auf dem Ölberg gegenüber des Tempels sitzen.

"Sag uns, an welchem Zeichen wird man erkennen, dass das Ende von all dem bevorsteht?"

"Macht Euch darauf gefasst: Man wird euch um meinetwillen vor die Gerichte bringen, in den Synagogen misshandeln und vor Statthalter und Könige stellen, damit ihr vor ihnen Zeugnis ablegt. Vor dem Ende aber muss allen Völkern das Evangelium verkündet werden."

Sprachbegabter Missionar

Nach den Berichten der Kirchenväter ist es Andreas, der das Evangelium nach Jesu Tod in Kleinasien verbreitet. Er arbeitet sich bis in die heutige Türkei sowie nach Georgien vor. Mit Hilfe seiner Griechisch Kenntnissen schafft er es, in der Hafenstadt Patras so überzeugend vom Reich Gottes zu sprechen, dass er die Frau des dortigen Statthalters bekehrt.

Daraufhin wird er dem Statthalter von Patra, Ägeas, vorgeführt. Diesen kann er jedoch vom Christentum nicht überzeugen.

Tod am Kreuz und Verehrung

Andreas wird gegeißelt und zum langsamen Kreuzestod verurteilt. Zwei Tage hängt der Apostel an einem x-förmigen Kreuz.

An einem 30. November um das Jahr 60 nach Christus predigt Andreas noch ein letztes Mal zu den Menschen, umhüllt von einem merkwürdigen Licht.

In einem feierlichen Zug bringt man die Gebeine des Andreas von Patras nach seinem Tod in die neue Reichshauptstadt Konstantinopel. In der dortigen Apostelkirche finden die Reliquien ihre Ruhe. In späterer Zeit werden einzelne Teile von Körper und Kreuz in verschiedene Städte überführt.

Ein Teil seines Arms soll seit dem 13. Jahrhundert in der Kölner St. Andreas-Kirche liegen.

Für das orthodoxe Christentum ist Andreas der bedeutendste aller Apostel.