Ostereier
Ostereier
Heiliger Georg und heiliger Anno II.
Heiliger Georg und heiliger Anno II.
Osterferkel erwünscht
Osterferkelchen

14.04.2019 - 00:00

Alle Wetter! 4. April-Woche: Ostern, Drachentöter und Krähen zu Markus

Regnet’s in die Ostern rein,
wird zu Wasser auch der Wein.

 

Oster- und Karfreitagsregen:
bringen selten Erntesegen.

 

Osterferkel, Osterfohlen
alle Bauern haben wollen.

Die Feier der Osternacht ist der Höhepunkt zum Ende der Karwoche im Übergang zum Ostersonntag. An diesem Tag wird die Auferstehung Jesu von dem Toten gefeiert. Nach dem Sabbat (Samstag) war das bei den Juden der erste Tag der Woche. Die Urchristen haben schon sehr früh an diesem Tag ihren Gottesdienst im Gedenken an dieses Ereignis abgehalten.

 

Wetterphänomene Wissenschaft und Bauernregeln

Wetterkapriolen narren selbst Wissenschaftler: Vorhersagen Tiefdruck- und Hochdruckgebiete ankündigen und großflächig Regengebiete oder wolkenlosen Himmel abbilden. Ob der Schauer dann wirklich im eigenen Garten runterkommt oder nicht, also lokale Wetterphänomene, kann man meistens nicht ablesen. Jedenfalls nicht am Wetterbericht.

Wie das Wetter im eigenen Umfeld wird, haben Bauern seit Jahrhunderten nicht nur beobachtet, sondern sie haben Gesetzmäßigkeiten und Zusammenhänge mit Hilfe von Bauernregeln festgehalten und weitergegeben. Immer wieder werden von "Wetterpropheten" neue Zusammenhänge erkannt und gedeutet. Königskerze, Weinrebe oder Ameisenhügel – Wetterpropheten wagen anhand der ungewöhnlichsten Phänomene Vorhersagen.

 

Lostage der 4. April-Woche

Bei allen Arbeiten gingen die Frauen den Männern tüchtig zur Hand und bestellten nebenbei noch den Bauerngarten am Haus: Sommerblumen konnte man jetzt ebenso aussäen wie Gewürzkräuter und einzelne Gemüsesorten.
 

Im Laufe der Zeit haben sich Volksglaube, Wetterbeobachtungen und Wissen über die Natur zu Bauernregeln verwoben und mit bestimmten Tagen verbunden, den Lostagen. Von diesen sind die meisten Heiligengedenktage. Hier zwei aus der vierten April-Woche.

23. April: hl. Georg

Georg der Märtyrer (3. Jh.–um † 303) war ein Soldat des römischen Heeres zur Zeit Kaiser Diokletians und wurde um 303 in Kappadozien (Kleinasien) oder Lydda (heute Lod in Israel) enthauptet. Zahlreiche Legenden verdunkeln seine tatsächliche Lebensgeschichte. Die wohl bekannteste handelt von seinem Kampf mit einem Drachen. Sein Kult und seine Verehrung sind seit dem 3. Jahrhundert bezeugt.

Georg zählt zu den Vierzehn Nothelfern und ist Patron der Soldaten, Bauern, Reiter, Bergleute, Sattler, Schmiede, Waffenschmiede und Büchsenmacher, Böttcher, Pfadfinder, Artisten, Wanderer, Gefangenen; der Spitäler und Siechenhäuser, der Pferde und des Viehs, gegen Kriegsgefahren, Schlangenbiss-Vergiftungen, Versuchungen, Fieber, Pest, Lepra, Syphilis sowie für gutes Wetter.

Auf Sankt Georgens Güte
steh’n die Bäume in der Blüte.

 

Wenn vor Georgi Regen
fehlt,
wird man hernach damit
gequält.

 

25. April: hl. Evangelist Markus

Markus (1. Jh.–um 67) war sowohl Begleiter des Apostels Paulus auf seiner ersten Missionsreise als auch später des Apostels Petrus in Rom. Umstritten ist, ob er aus dem Judentum oder aus dem Heidentum zum christlichen Glauben gekommen ist. Er gilt als der Verfasser des ältesten Evangeliums, wobei er sich auf manche Aussagen von Petrus stützte. Nach dessen Tod verließ er Rom, um in Alexandrien (Ägypten) zu missionieren, und gilt dort als erster Bischof. Am Fest des hl. Markus werden auch Bittprozessionen abgehalten. Er gilt als Patron der Bauarbeiter, Maurer, Glaser, Glasmaler, Laternenmacher, Korbmacher, Mattenflechter, Notare und Schreiber; gegen Unwetter, Blitz, Hagel, Krätze, Qualen und unbußfertigen oder jähen Tod sowie für gutes Wetter und gute Ernte.

Am Markustag versteckt ihre
Socken
die Krähe im Roggen.

 

Sankt Markus
Kornähren bringen muss.

 

(Zitate sind Auszug aus: Kurt Haberstich / Gerhard Hartmann, Wie Heilige unser Wetter bestimmen, topos premium Verlag / 20.60 €)