Aussaat mit Traktor
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Heiliger Gregor der Große
Heiliger Gregor der Große

09.03.2019 - 00:00

Alle Wetter! 2. März-Woche: Windige Rosamunde und Georg lockt den Fuchs aus dem Bau

Wenn sich heiter zeigt der März,
freut sich auch des Landmanns Herz.

 

Wenn im März die Kuckuck viel
schreien,
kann man sich auf den Frühling
freuen.

Kaiser Karl I. der Große gab ihm den Namen Lentzinmanoth (Lenzmonat).

Wetterphänomene Wissenschaft und Bauernregeln

Wetterkapriolen narren selbst Wissenschaftler: Vorhersagen Tiefdruck- und Hochdruckgebiete ankündigen und großflächig Regengebiete oder wolkenlosen Himmel abbilden. Ob der Schauer dann wirklich im eigenen Garten runterkommt oder nicht, also lokale Wetterphänomene, kann man meistens nicht ablesen. Jedenfalls nicht am Wetterbericht.

Wie das Wetter im eigenen Umfeld wird, haben Bauern seit Jahrhunderten nicht nur beobachtet, sondern sie haben Gesetzmäßigkeiten und Zusammenhänge mit Hilfe von Bauernregeln festgehalten und weitergegeben. Immer wieder werden von "Wetterpropheten" neue Zusammenhänge erkannt und gedeutet. Königskerze, Weinrebe oder Ameisenhügel – Wetterpropheten wagen anhand der ungewöhnlichsten Phänomene Vorhersagen.

Lostage der 2. März-Woche

Gleich nach dem ersten Tauwetter, das je nach Lage schon im Februar, dann im März einsetzte, begann die Arbeit auf dem Acker und dem Feld: In den Wiesen mussten die Wassergräben gereinigt werden.

Im Laufe der Zeit haben sich Volksglaube, Wetterbeobachtungen und Wissen über die Natur zu Bauernregeln verwoben und mit bestimmten Tagen verbunden, den Lostagen. Von diesen sind die meisten Heiligengedenktage. Hier zwei aus der zweiten Märzwoche:

11. März: hl. Rosamunde

Über Rosamunde oder Rosina († um 1300) gibt es keine gesicherten Nachrichten, doch sie wird als Einsiedlerin und Märtyrin verehrt, die in Wenglingen bei Kaufbeuren (Allgäu) gelebt haben soll.
 

Bringt Rosamunde Sturm und Wind,
ist er viel später uns gelind.

Sturm und Wind an Rosamunde
bringt gute Kunde.

 

 

12. März: hl. Gregor I. der Große

Gregor der Große (um 540–604) stammte aus einer römischen Patrizierfamilie. 590 wurde er gegen seinen Willen zum Bischof von Rom gewählt. Er ordnete dort die kirchlichen Verhältnisse sowie in den übrigen Kirchenprovinzen und stärkte die Vormachtstellung Roms innerhalb der Kirche. Auch in seelsorglicher und sozialer Hinsicht leistete er Hervorragendes. Er reformierte die Liturgie und den Kirchengesang. Bei der Kalenderreform von 1969/70 wurde der 3. September sein Gedenktag. Er ist der Patron des kirchlichen Schulwesens, der Bergwerke; des Chor- und Choralgesanges; der Gelehrten, Lehrer, Schüler, Studenten, Sänger, Musiker, Maurer, Knopfmacher sowie gegen Gicht und Pest.

 

Um Gregor 
kommt die Schwalbe vor.

 

Gregor zeigt dem Bauern an,
dass im Feld er säen kann.
 

Ist es an Gregori schön,
lässt der Fuchs sich seh’n.

 

 

(Zitate sind Auszug aus: Kurt Haberstich / Gerhard Hartmann, Wie Heilige unser Wetter bestimmen, topos premium Verlag / 20.60 €)