Rottscheidt

Ina Rottscheidt

Redaktion und Moderation

Mehr als "satt und sauber"

Wie ein Verkaufsraum sieht der Eingang des Altenpflegeheimes "An St. Georg in Köln" aus: Regale mit Schuhen reihen sich aneinander. Gemächlich schlendert Maria Matthey mit ihrem Rollator daran vorbei; ab und zu angelt sie sich einen Schuh heraus, schaut ihn sich näher an, biegt prüfend die Sohle. Die Frisur und Schuhe: Das sei ihr als junge Frau immer wichtig gewesen, sagt die 83-Jährige und lacht. Aber heute müssten die Schuhe nicht mehr so schick sein, fügt sie hinzu, eher bequem. Darum ist sie froh, dass im Wohnhaus an St. Georg in Köln regelmäßig ein mobiler Schuhändler vorbeischaut.

Alt und Jung in einem Boot

Die Stimmung war gut an Bord der "MS-RheinEnergie": spätestens als mehrere hundert Kehlen "Mer losse d'r Dom en Kölle" sangen, wurde geklatscht und geschunkelt. Über 450 Senioren und 130 Jugendliche waren an diesem Dienstag gemeinsam auf dem Rhein unterwegs. Der Diözesanverband der Caritas im Erzbistum Köln hatte zum traditionellen Ausflug "Alt und Jung in einem Boot" eingeladen.

Wo ist Heimat?

Unter den wenigen Habseligkeiten, die Yusuf bei seiner Flucht aus Syrien mitnahm, war sein Haustürschlüssel: Ein großformatiges Bild zeigt seine Handfläche, in der zwei dunkle, abgenutzte Schlüssel liegen; an ihnen baumelt ein einfacher roter Anhänger. Für den 33-Jährigen eine Erinnerung an sein altes Leben in Homs: "Ich habe in diesem Haus geheiratet und meine beiden Kinder sind dort zur Welt gekommen", erzählt er in einem Video. "Mein ganzes Leben ist damit verbunden, die guten und die schlechten Tage."

Wie der Kölner Dom ins Seniorenheim kommt

Wie eine schwarze Taucherbrille ohne Sichtfenster sitzt sie auf der Nase von Helmut Heinz, gut festgeschnallt an seinem Hinterkopf: Eine "Virtual Reality"-Brille: Sie lässt vor seinen Augen eine neue, virtuelle Welt entstehen. Neugierig neigt der Rentner seinen Kopf mit der wuchtigen Brille in alle Richtungen: "Man taucht in eine fremde Welt ein", schwärmt der 76-Jährige, "um mich herum schwimmen überall Fische und Korallen, das ist wirklich sagenhaft!"

Auf dem Weg zur Amazonas-Synode

Dass ein indianischer Einbaum eine ziemlich wackelige Angelegenheit ist, weiß der Kölner Weihbischof Rolf Steinhäuser jetzt auch: Acht Tage war er gemeinsam mit seinen Amtskollegen Reinhard Hauke aus Erfurt, Udo Bentz aus Mainz, Matthias König aus Paderborn sowie Vertretern des katholischen Lateinamerika-Hilfswerkes Adveniat in Ecuador unterwegs. Hinfahren, sich selbst ein Bild vom Leben der Menschen im Amazonasgebiet machen: das war die Idee der Reise.

Mit Gottes Segen in die Bundesliga-Saison

Vielleicht hätte man den Gottesdienst doch vor dem ersten Spiel der Fortuna feiern sollen, so wäre womöglich die 1:2-Pleite gegen Augsburg verhindert worden. Aber der Düsseldorfer Stadtdechant Monsignore Ulrich Hennes wollte bis zum Ferienende warten. Außerdem, so versichert er, habe die Fortuna-Kerze während des ganzen Spiels gebrannt. An mangelndem göttlichen Beistand kann es also nicht gelegen haben.