Die Zukunft des Kontinents

Weiter schreibt Kardinal Marx in dem Brief für die Solidaritätsaktion der deutschen Katholiken mit den Menschen in Mittel- und Osteuropa, es sei von zentraler Bedeutung für die Kirche, mit Jugendlichen darüber nachzudenken, was der christliche Glauben für das Leben in der heutigen Zeit bedeuten könne.

Jugendliche suchen Spiritualität für den Lebensalltag

Gut, aber nicht gut genug

KNA: Herr Schäfer, haben Sie das Gefühl, dass sie angekommen sind?

Schäfer: Ich habe viel lernen müssen, aber ich fühle mich jetzt doch richtig zu Hause. Dabei waren die beiden Ausstellungen "Haut ab!" und "Gehorsam" bisherige Höhepunkte. Beide haben sich stark mit dem Verhältnis von Judentum, Christentum und Islam beschäftigt, was mich auch wissenschaftlich sehr interessiert.

KNA: "Haut ab!" war eine Ausstellung zur Beschneidung in den abrahamitischen Religionen. Durchaus ein provokanter Auftakt.

Verschiedene Themen auf der Agenda

Gesprächsthemen dürften die aktuelle Lage in der Region, die Verhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern sowie die Lage in den Nachbarstaaten sein. Zudem dürfte es um die Situation der Christen im Heiligen Land gehen.

In jüngster Zeit war es mehrfach zu Übergriffen jüdischer Extremisten gegen Christen und christliche Einrichtungen in Israel gekommen. Nach dem Brandanschlag auf das Kloster von Tabgha am See Genezareth hatte sich Rivlin persönlich am Tatort von den Mönchen über die Situation informieren lassen.

Nordkap, Flensburg, Paris

Vom 14. bis 19. Oktober soll die Strecke dann durch den westlichen Teil des Bistums Münster gehen.

Interessierte können auf einzelnen Etappen mitpilgern. Gemeinden sind aufgerufen, die Aktion durch Gottesdienste, Andachten oder Bildungsveranstaltungen zu begleiten. Start in Deutschland ist am 13. September in Flensburg.

Abbau bürokratischer Hürden

domradio.de: Herr Kardinal, wie haben Sie den Gedenkgottesdienst erlebt?

Kardinal Schönborn: Es war ein sehr besinnlicher und verhaltender Gottesdienst. Wir haben mit dem Läuten der Pummerin begonnen, in allen Diözesen läuteten die Glocken zum Gedenken an die Opfer dieser Tragödie und aller weiteren Flüchtlingstragödien. Die Bundesregierung war fast vollständig im Stephansdom. Der Dom war voll, es war sehr berührend, dass an einem Wochentag so viele Menschen gemeinsam ihrer Trauer und ihrer Empörung Ausdruck verliehen haben.

 

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