Besinnung und Gesprächsrunden

Von der dreitägigen Begegnung solle ein starker Appell an die Mächtigen ausgehen, sich energisch für ein Ende der vielen Konflikte auf der Welt einzusetzen, hieß es in einer in Rom veröffentlichten Mitteilung von Sant'Egidio. Der wahre Notfall seien nicht die Flüchtlinge, sondern die Kriege. Für die Deutsche Bischofskonferenz wird der Aachener Bischof Heinrich Mussinghoff an dem Treffen teilnehmen.

Botschaft von Papst Franziskus wird verlesen

"Nichts kann die Familie ersetzen"

Gott berufe sie heute dazu, seine Botschaft inmitten einer "gemeinschaftlichen Wüste" zu bezeugen, sagte er bei seiner Generalaudienz. "Kein wirtschaftlicher oder politischer Bauplan ist imstande, diesen Beitrag der Familie zu ersetzen", so der Papst. Letztlich wurzele die gesamte Geschichte und Entwicklung der Menschheit in der familiären Verbindung von Mann und Frau. Die Beziehung zu Gott werde darin lebendig. Ein einziges Lächeln eines verlassenen Kindes zeige mehr über Gottes Wirken in der Welt "als tausend theologische Traktate", sagte Franziskus.

"Zurück auf Los"

Der Streit zwischen Gewerkschaften und Kirchen über deren eigenes Arbeitsrecht wird weiter gehen. Das Bundesverfassungsgericht wies in einem am Mittwoch veröffentlichten Beschluss die Verfassungsbeschwerde der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi gegen ein Urteil des Bundesarbeitsgerichts als unzulässig zurück, zeigte aber zugleich einen möglichen weiteren Weg der juristischen Auseinandersetzung auf.

Hilfe nach Einzelfallprüfung

domradio.de: Kirchenasyl soll nach wie vor nur "Ultima Ratio" bleiben, ein letzter Ausweg. Das haben die Kirchen jetzt nochmal bekräftigt. Warum ist diese Form des Asyls denn überhaupt noch notwendig?

Dietlind Jochims (Bundesvorsitzende der Ökumenischen Bundesarbeitsgemeinschaft "Asyl in der Kirche") :

Ticket, WG, Flohmarkt

Menschen, die aus dem Irak, Syrien oder afrikanischen Ländern nach Deutschland fliehen, müssen sich in einer ganz neuen Umgebung und Kultur zurechtfinden. Sie suchen Anschluss und Abwechslung. Um ihnen das zu ermöglichen, haben sich kirchliche und private Flüchtlingsinitiativen gegründet.

"Der Erzbischof hat mir Mut gemacht"

KNA: Imam Layama, kann man sagen, dass Sie Erzbischof Nzapalainga das Leben verdanken?

Layama: Als sich in meiner Heimat, der Zentralafrikanischen Republik, die Kämpfe zwischen christlichen und muslimischen Rebellengruppen zuspitzten, habe ich dem Erzbischof erzählt, dass ich mich in einer schwierigen Situation befinde. Ich lebte in einem Viertel, das sich fest in der Hand der christlichen Milizen von der Anti-Balaka befand.

Unser Schatz

Franziskus hatte den Gebetstag am 10. August ins Leben gerufen. Die Weltkirche begeht ihn künftig alljährlich am 1. September. Damit schloss sich Papst Franziskus einer Initiative der Orthodoxen Kirche an. Sie feiert bereits seit 1989 am gleichen Datum einen Umwelt-Gebetstag.

Franziskus folgte einer Anregung des Ökumenischen Patriarchats. Der Abgesandte von Patriarch Bartholomaios I., Metropolit Ioannis Zizioulas, hatte bei der Präsentation der päpstlichen Umweltenzyklika "Laudato si" im Juni eine solche gemeinsame Gebetsinitiative beider Kirchen vorgeschlagen.

 

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