18.08.2007

Nachrichtenarchiv 19.08.2007 00:00 Bischof Weber: Menschen sind den Stillstand in der Ökumene leid

Der Braunschweiger Landesbischof Weber hat die katholische Kirche aufgefordert, über Streitfragen der Ökumene offizielle Gespräche zu führen. Die Menschen seien den Stillstand leid. Das sagte der lutherische Bischof in Nürnberg bei einem Disput mit Kurienkardinal Kasper. Weber verwies auf das Vorbild der Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre von 1999. Ziel müsse es sein, Übereinstimmungen auch beim Abendmahl, beim kirchlichen Amt und beim Verständnis von Kirche zu erreichen. Kurienkardinal Kasper räumte ein, dass das Schreiben der Glaubenskongregation über die Einzigartigkeit der katholischen Kirche auf viele Protestanten und Katholiken verletzend gewirkt habe. Das Dokument sei aber eine Aufforderung zum Dialog. Es sei zugleich richtig, die Unterschiede im Kirchenverständnis nicht zu verharmlosen. Die Einheit lasse sich nicht erzwingen, so der Kardinal. Kasper und Weber nehmen heute an der Sebalduswallfahrt in Nürnberg teil. Diese steht im Zeichen der Feiern zum 1.000-Jahr-Jubiläum des Bistums Bamberg.