17.08.2007

Nachrichtenarchiv 18.08.2007 00:00 Kölner-Moschee-Streit: Ruf nach Schlichter

Im Streit um den Bau der Kölner Moschee haben Vertreter aller NRW- Landtagsfraktionen den Einsatz eines Schlichters verlangt. In der Debatte gebe es den "fatalen Effekt", dass sich "Populisten und Islamisten gegenseitig verstärken", sagte am Freitag der Vorsitzende der Landtags-Arbeitsgruppe Islam-Dialog, Solf. Dies habe zu "einer aufgeheizten Situation" geführt, die mit dem Einsatz eines Moderators entschärft werden müsse. Der Kreisverband der Kölner CDU hatte am Dienstagabend nach hitziger innerparteilicher Debatte eine deutliche Verkleinerung des Moscheebaus im Stadtteil Ehrenfeld beschlossen und seinen Oberbürgermeister Schramma (CDU) überstimmt. Solf erklärte, er unterstütze die Position Schrammas. Unterdessen verurteilte die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (DITIB) Gewaltandrohungen gegen den Schriftsteller Ralph Giordano. Auch nach dessen erneuter Kritik am Islam und an der Kölner Moschee setze sie weiter "auf einen offenen, sachlichen Diskurs", teilte DITIB in Köln mit.