14.08.2007

Nachrichtenarchiv 15.08.2007 00:00 Chile: Folterzentrum wird Menschenrechts-Institut

Das berüchtigte Folterzentrum "Calle Londres" der chilenischen Militärdiktatur wird Sitz eines neuen Instituts für Menschenrechte. Das Land brauche einen Platz, der sich der Erinnerung, Geschichte und Zukunft der Menschenrechte widme. Das sagte die Ministerin für öffentliche Bauten, Schmidt, gestern in Santiago. Ab Jahresende sollen in dem Gebäude alle relevanten Archive und Dokumente aufgehoben werden, die sich mit dem Thema Menschenrechte befassen. Das Haus im Zentrum der Hauptstadt gehörte einst der sozialistischen Partei und wurde 1975 von den Militärs konfisziert. Einer jüngsten Regierungsstudie zufolge wurde in Chile während der Militärdiktatur an mehr als 500 Orten gefoltert.