13.08.2007

Nachrichtenarchiv 14.08.2007 00:00 Menschenrechtler fordern Beobachter für Simbabwe

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) fordert die Staaten der Südafrikanischen Entwicklungsgemeinschaft (SADC) zu mehr Einsatz gegen Menschenrechtsverletzungen in Simbabwe auf. Zum ab Donnerstag tagenden SADC-Gipfel in der sambischen Hauptstadt Lusaka veröffentlichte HRW einen Aufruf, wonach die Regierungen eine "klare, sichtbare und unmissverständliche Botschaft" an das SADC-Mitglied Simbabwe richten sollen. Zudem müssten sie Menschenrechtsbeobachter in das Land entsenden, die über die dortige Lage berichten. HRW-Afrika-Direktor Peter Takirambudde sieht in Simbabwe "eine der ernstesten Krisen, die die gesamte Region zu destabilisieren droht". Die Einschüchterungspolitik der autoritären Regierung von Präsident Robert Mugabe reiche von der willkürlichen Verhaftung Oppositioneller bis zu brutaler Folter und Gewalt. Die SADC müsse darauf reagieren, um glaubwürdig zu sein. - Zur SADC gehören neben Simbabwe 13 weitere Staaten des südlichen Afrika.