29.07.2007

Nachrichtenarchiv 30.07.2007 00:00 Kongo: sexueller Missbrauch als Kriegswaffe

Im Kongo setzen Soldaten und Rebellen sexuellen Missbrauch systematisch als Kriegswaffe ein. Das berichten die Vereinten Nationen. Der Missbrauch von Frauen sei von unvorstellbarer Brutalität und gehe weit über Vergewaltigungen hinaus. Das erklärte heute in Nairobi die UN-Sonderbeauftragte für Gewalt gegen Frauen, Ertürk. So würden Männer mit Waffengewalt gezwungen, ihre eigenen Verwandten zu vergewaltigen. Frauen würden über Monate hinweg Massenvergewaltigungen ausgesetzt, so die UN-Beauftragte. Allein im Osten Kongos seien in diesem Jahr mehr als 4.500 Fälle brutalsten Missbrauchs gemeldet worden.