24.07.2007

Nachrichtenarchiv 25.07.2007 00:00 Teilprivatisierung der Bahn im Kreuzfeuer der Kritik

Nachdem die Regierung den Weg für eine Privatisierung der Bahn freigemacht hat, hagelt es Kritik. Mehrere Landespolitiker machen sich vor allem um den Nahverkehr Sorgen, da sich dort viele Zugverbindungen für private Anbieter nicht rechnen würde. Dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag gehen die Teilprivatisierungspläne nicht weit genug. DIHK-Hauptgeschäftsführer Wansleben sagte in der "Berliner Zeitung", der Staat dürfe sich nicht weiter als Verkehrsunternehmer betätigen. Bahn-Chef Mehdorn verteidigte die beschlossene Teilprivatisierung seines Unternehmens. Der Bild-Zeitung sagte Mehdorn, die Kunden bekämen eine moderne und leistungsfähigere Bahn. Zugleich werde der Staat entlastet. Nach den Plänen der Regierung soll der Bund einige seiner Anteile der Bahn an der Börse verkaufen. Das Schienennetz soll zunächst 15 Jahre lang im Besitz des Bundes bleiben.