27.06.2007

Nachrichtenarchiv 28.06.2007 00:00 Kardinal darf nicht 'Hass - Prediger'genannt werden

Der Kölner Kabarettist Jürgen Becker darf Kardinal Joachim Meisner nicht mehr als „Hassprediger“ bezeichnen. Das entschied das Landgericht Köln in einer einstweiligen Verfügung. In einem Zeitungs-Interview im Zusammenhang mit dem Kölner Moscheebau hatte der Kabarettist Kardinal Meisner in die Nähe eines Hasspredigers gerückt. Das Gericht sah darin eine Beleidigung und ein Angriff auf die Ehre des Kardinals. Unter „Hasspredigern“ verstehe man Personen, die unter religiöser Verbrämung volksverhetzende Aktivitäten entfalteten und zu Gewalt aufriefen, so die Richter. Sollte Becker seine Aussage wiederholen, droht ihm ein Ordnungsgeld bis zu 250.000 Euro oder Haft.