18.06.2007

Nachrichtenarchiv 19.06.2007 00:00 Mindestlohn: Offene Kampfansage der SPD an Union

Mit einer offenen Kampfansage an die Union hat Vizekanzler Müntefering (SPD) auf das weitgehende Scheitern der Gespräche über die Einführung eines flächendeckenden Mindestlohns in Deutschland reagiert.  Die Weigerung des Koalitionspartners, im Koalitionsausschuss über die Sittenwidrigkeit von Löhnen zu verhandeln, habe bei ihm «Empörung und Zorn» ausgelöst, sagte der Arbeitsminister in Berlin. Aus seiner Sicht seien die erzielten Vereinbarungen «kein Kompromiss». Die Lehre aus der «vertanen Chance» sei: Mindestlöhne könnten nicht mit der Union, sondern nur «gegen sie» durchgesetzt werden- so Müntefering.