10.04.2007

Nachrichtenarchiv 11.04.2007 00:00 Sänger Bono fordert mehr Entwicklungshilfe

U2-Sänger Bono fordert mehr Entwicklungshilfe. "Es wäre ein Desaster, wenn die deutsche Regierung nicht zu ihrem Wort stünde, auch weil es die anderen Regierungen nachmachen würden", sagte Bono der Wochenzeitung "Die Zeit". Deutschland habe seine Versprechen vom G8-Gipfel 2005 im schottischen Gleneagles bislang nicht eingelöst, so Bono. Er bezeichnete Bundeskanzlerin Angela Merkel als "weise Frau", da sie Hilfe für Afrika nicht nur als moralischen Imperativ sehe, sondern auch als geopolitische Notwendigkeit.  Dennoch stelle sich die Frage, wie sich "ihre guten Absichten in hartes Geld" umwandeln ließen. Der irische Sänger erwartet im Kampf gegen Armut von Spendern keine moralischen Gründe: "Die Motive von Gebern interessieren mich nicht. Wir wollen unseren Job erledigen, es geht nicht um einen Wettbewerb der goldenen Herzen." Er würde sich sogar mit "Luzifer zum Lunch" treffen, "wenn es unserer Sache dient".