12.02.2007

Nachrichtenarchiv 13.02.2007 00:00 Verfassungsrichter: Heimliche Vaterschaftstests nicht vor Gericht verwendbar

Zwar ist eine Untersuchung des genetischen Materials von Kindern zur Klärung der Abstammung nach wie vor nicht vor Gericht verwertbar, wenn sie heimlich vorgenommen wird, entschieden die Karlsruher Richter am Morgen. Allerdings müsse der Gesetzgeber bis zum 31. März des nächsten Jahres ein rechtliches Verfahren zur Feststellung der Vaterschaft schaffen. In dem Verfahren ging es um die Verfassungsbeschwerde eines Mannes, der bestreitet, der Vater der zwölfjährigen Tochter seiner Ex-Partnerin zu sein. Er beruft sich auf einen heimlichen Test, bei dem er eine Speichelprobe mit einem angeblich von dem Mädchen stammenden Kaugummi hat abgleichen lassen. Der Bundesgerichtshof (BGH) hatte die Verwertbarkeit des Tests vergangenes Jahr abgelehnt.