09.02.2007

Nachrichtenarchiv 10.02.2007 00:00 Papst fordert Freilassung aller Geiseln in Kolumbien

Papst Benedikt XVI. verlangt die Freilassung aller Geiseln in Kolumbien. Der lange Bürgerkrieg habe in dem südamerikanischen Land eine humanitäre Krise ausgelöst, die vor allem die Flüchtlinge treffe, sagte das Kirchenoberhaupt beim Antrittsbesuch des neuen kolumbianischen Vatikan-Botschafters Juan Gomez Martinez. Daher müsse alles getan werden, "um das Land zu befrieden, den Familien ihre entführten Angehörigen zurückzugeben und Millionen Menschen wieder Sicherheit und ein normales Leben zu gewähren". Auf das Schicksal einzelner Personen, die teils seit Jahren in der Hand von Kidnappern sind, ging der Papst nicht ein. Kolumbien ist nach Angaben aus diplomatischen Kreisen das Land mit den meisten Entführungen weltweit. Bewaffnete Gruppen oder kriminelle Banden versuchten durch die Verschleppung vor allem von Ausländern Lösegeld zu erpressen oder politische Forderungen durchzusetzen.