28.01.2007

Nachrichtenarchiv 29.01.2007 00:00 Studie: Häufig lebensverkürzende Maßnahmen bei Sterbenden

25 bis 50 Prozent aller Todesfälle in Westeuropa gehen laut einer neuen Studie lebensverkürzende Maßnahmen von Ärzten voraus. Dazu zählt die in Paris veröffentlichte Untersuchung des Instituts für demografische Studien INED etwa den Abbruch von Krebsbehandlungen, Dialyse oder auch von Beatmung und Versorgung mit Flüssigkeit. Auch Verabreichung schmerzstillender Mittel mit dem möglichen Nebeneffekt der Lebensverkürzung wurden berücksichtigt. Fälle aktiver Sterbehilfe seien aber selten, auch in Ländern, wo sie gesetzlich zulässig ist. Untersucht wurden Todesfälle in Italien, Schweden, Belgien, Dänemark, den Niederlanden und der Schweiz.