15.01.2007

Nachrichtenarchiv 16.01.2007 00:00 Ecuador: Neuer Präsident Correa halbiert sich das Gehalt

Ecuadors neuer Präsident, Rafael Correa, hat als eine seiner ersten Amtshandlungen gestern sein Gehalt von monatlich 8.500 auf 4.000 US-Dollar gekürzt. Zudem verfügte der linksgerichtete Politiker, dass kein Amtsträger mehr als 3.500 Dollar monatlich verdienen darf. Das berichtet die ecuadorianische Tageszeitung "El Comercio". Mit der Unterzeichnung eines entsprechenden Dekrets machte er außerdem den Weg für eine Volksabstimmung für eine neue Verfassung frei. Am 18. März wird demnach die ecuadorianische Bevölkerung entscheiden, ob die Verfassung in einer verfassunggebenden Versammlung überarbeitet werden soll. Da Correa im Kongress keine Mehrheit hat, muss er sein Vorhaben vom Volk absegnen lassen. Correa erfüllte damit zwei seiner zentralen Wahlversprechen. Kurz zuvor war der 43-jährige Volkswirt in Quito vereidigt worden. Dabei kündigte er eine Neuverhandlung der Auslandschulden und eine Wirtschaftsreform mit sozialistischen Elementen an.