15.01.2007

Nachrichtenarchiv 16.01.2007 00:00 Verbände üben scharfe Kritik an geplantem Gentechnik-Gesetz

Das von CDU und CSU geplante Gentechnik-Gesetz ist laut Umwelt- und Agrarverbänden völlig unzulänglich. Der Entwurf nehme bewusst in Kauf, dass alle Lebensmittel verunreinigt werden. Der ökologische Anbauverband "Bioland" fordert, in der gesamten Produktionskette sicherzustellen, dass es zu keinen Verunreinigungen kommt. Gentech-Flächen müssten per Standortregister öffentlich bekannt gemacht werden. Für die Tests auf Verunreinigungen müssten die Verursacher aufkommen. Der Bund für Umwelt und Naturschutz verwies darauf, dass 80 Prozent der Deutschen keine Gentechnik im Essen haben wollen. Die Bundesregierung müsse sich daran orientieren und nicht an den Interessen von Unternehmen, die Gentechnik in den Lebensmittelmarkt drücken wollen. Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft kündigte Widerstand gegen das Gesetz an. Laut dem Verband haben bislang 27.000 Landwirte erklärt, dass sie garantiert gentechnikfrei wirtschaften. Dies sei "die breiteste landwirtschaftliche Basisbewegung seit langem".